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Mann aus dem Glattal verurteilt

Mit gefälschtem Diplom zu neuem Job gekommen

Ein Mann aus dem Glattal hat sich eine Anstellung erschlichen, indem er einen fingierten Beleg für eine HF-Ausbildung einreichte.

Solaranlagen wollte ein Mann aus dem Glattal projektieren, doch den für den Job nötigen Abschluss hatte er nicht. (Symbolfoto)

Foto: Unsplash

Mit gefälschtem Diplom zu neuem Job gekommen

Mann aus dem Glattal verurteilt

Eine Firma, spezialisiert auf Solarkraftwerke, hatte einen neuen Projektleiter eingestellt. Dann kam heraus, dass sich der Mann aus dem Glattal mit gefälschten Unterlagen beworben hatte. Das wurde teuer.

Ein Unternehmen mit drei Standorten in der Schweiz, von wo aus man sich für namhafte Kunden dem Bau, Betrieb und der Finanzierung von Solarkraftwerken widmete, suchte einen neuen Mitarbeiter. Ein Österreicher, der im Glattal wohnt, wollte den Job.

Per Mail schickte er deshalb eine Bewerbung an den Geschäftsleiter der Firma. Zum eingereichten Dossier gehörte auch ein Diplom, wonach er «Dipl. Techniker HF Energie und Umwelt» sei. Als Ausstellerin des Diploms war eine Höhere Fachschule (HF) angegeben, die Ausbildungen in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Handel anbietet.

Die Bewerbung war erfolgreich. Der Mann erhielt einen Anstellungsvertrag als Projektleiter.

Dokument am PC verändert

Was danach passierte und ob der Mann noch bei der Firma arbeitet, ist unklar. Klar ist jedoch, dass die Geschichte, die sich im Frühjahr 2024 abspielte, ein Strafverfahren zur Folge hatte, das kürzlich mit einem Strafbefehl der regionalen Staatsanwaltschaft abgeschlossen wurde.

Denn der Mann hatte einen Abschluss vorgetäuscht, den er gar nicht hatte. Und zwar, indem er das Diplom auf seinem Computer zu Hause «selber erstellte respektive auf seinen Namen abgeändert und damit gefälscht hat», wie es im Strafbefehl heisst.

Mit unkritischem Arbeitgeber gerechnet

Das Ziel dieser Aktion war für die fallführende Staatsanwältin klar: Der Mann habe mit dem «nicht vorhandenen beruflichen Leistungsnachweis beziehungsweise Titel» eine Anstellung zu erschleichen versucht. Dies im Wissen, dass dem Diplom bei der Bewerbung «zentrale Bedeutung zukam».

Auch habe der Österreicher damit gerechnet, dass die Solarfirma nicht an der Echtheit der Ausbildungsbescheinigung zweifeln «und keine gezielten Nachforschungen tätigen würde». Ein Plan, der dann auch aufging – zumindest anfänglich.

Unbedingte Geldstrafe ausgesprochen

Nun aber wurde der Mann wegen Urkundenfälschung verurteilt. Und die Folgen sind massiv: Er erhielt eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 60 Franken. Zu diesen 3600 Franken addieren sich noch 800 Franken Verfahrenskosten. So kommt ihn das gefälschte Diplom auf 4400 Franken zu stehen.

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