«Im Moment ist es im Oberland ruhig – aber das kann sich blitzschnell ändern»
Abtretender Polizeichef im Interview
Drogendeals in Rüti, Betrugsopfer, deren Handeln nicht nachvollziehbar ist, oder Sexföteli von Schülerinnen: Hans Imholz, Chef aller Oberländer Kantonspolizisten, hatte mit vielerlei Kriminalitätsformen zu tun. Vor seiner Pensionierung sprach er noch mit uns.
Sie gehen als quasi oberster Kantonspolizist des Zürcher Oberlands in den Ruhestand. Ein – in Bezug auf die Sicherheitslage – wie ruhiges Oberland lassen Sie da zurück?
Hans Imholz: Ein stabiles Oberland. Wobei es je nach Region – zu meinem Zuständigkeitsgebiet gehört auch der Bezirk Meilen – aber Unterschiede gibt. Im Tösstal zum Beispiel rücken wir fast nie aus wegen einer Lärmbelästigung; dort werden solche Probleme von den Einwohnern selbst gelöst. An der Goldküste im Bezirk Meilen wird einem jedoch gleich mit dem Anwalt gedroht, wenn man nicht sofort kommt.
Zur Person
Hans Imholz arbeitete mehr als 40 Jahre bei der Kantonspolizei Zürich, die letzten 11 Jahre als Chef der Regionalabteilung See/Oberland (RSO). Vor ein paar Tagen wurde der 64-Jährige pensioniert.
Die RSO – die bevölkerungsmässig grösste Regionalabteilung der Kantonspolizei – umfasst die Bezirke Hinwil, Pfäffikon, Uster und Meilen sowie den Verkehrszug Hinwil. Eine Chefin oder ein Chef einer Regionalabteilung widmet sich schwergewichtig dem Personalmanagement, pflegt aber auch den Kontakt mit Gemeindebehörden und Partnerorganisationen und leistet regelmässig Pikett als Führungsperson an der Front bei schweren Fällen.
