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Blaulicht

Grossbrand in Lindau

Flugzeuge müssen wegen Rauchsäule in Tagelswangen im Südanflug landen

In der Anflugschneise auf Piste 28 brannte am Montagabend ein Bauernhaus. Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot auf Platz.

Die Ruinen nach dem Brand in Tagelswangen bei Lindau. Die Rauchentwicklung führte zu einer Umstellung bei den Landeanflügen am nahen Flughafen Zürich.

Foto: Martin Liebrich

Flugzeuge müssen wegen Rauchsäule in Tagelswangen im Südanflug landen

In der Anflugschneise auf Piste 28 brannte am Montagabend ein Bauernhaus. Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot auf Platz.

Am Dienstagmorgen sieht der Dorfeingang von Tagelswangen bei Lindau anders aus. Wo am Vorabend noch ein ehemaliges Bauernhaus stand, gibt es nun nur noch Brandruinen zu sehen. Wer davor steht, kann noch den Rauch riechen.

Auf der Warn- und Informations-App Alertswiss war eine Rauchmeldung veröffentlicht worden, die Bevölkerung wurde aufgerufen, die Fenster zu schliessen. Der Rauch hatte sogar Auswirkungen auf den Verkehr am Flughafen Zürich.

Grossbrand in der Gemeinde Lindau: In Tagelswangen stand am Montagabend ein ehemaliges Bauernhaus in Vollbrand. Leserinnen-Video: Valentina Zeljkovic

Denn gewöhnlich wird abends auf Piste 28 gelandet, also mit Anflug über Lindau. Die Flugzeuge überfliegen die Gemeinde rund zwei Kilometer nördlich der Stelle, an welcher das Bauernhaus brannte. «Das Pistenkonzept wurde aufgrund des Brandereignisses in Lindau um 21.05 Uhr angepasst», teilt Flughafen-Mediensprecherin Raffaela Studer auf Anfrage mit.

Angeflogen wurde nun auf Piste 34. Das heisst: Südanflug über das Zürcher Oberland, Teile der Goldküste und dann über Schwamendingen. Dieses Konzept wird sonst an Werktagen nur zwischen 6 und 7 Uhr eingesetzt. Um 22.05 Uhr wurde wieder auf Ostanflug über Lindau gewechselt. Gewöhnlich wird ab 21 Uhr aus Osten gelandet. Die Rauchwarnung galt noch bis 23 Uhr.

Man sieht ein abgebranntes Haus.
Die Reste des Wohnhauses am Diestagmorgen.

Studer: «Die temporäre Änderung hatte keine nennenswerten Auswirkungen auf den Flugbetrieb.» Die letzte Landung erfolgte um 23.25 Uhr, also noch vor der Zeit, zu der eine Sonderbewilligung nötig wäre.

Feuerwehr innert sechs Minuten auf Platz

«Um 23.25 Uhr war die Brandbekämpfung in Tagelswangen noch voll im Gang», sagt Martin Mettler, Kommandant der Feuerwehr Illnau-Effretikon/Lindau auf Anfrage. Die Brandmeldung sei um 20.48 Uhr via Notrufzentrale von Schutz & Rettung Zürich bei ihnen eingegangen.

Die Feuerwehr Illnau-Effretikon/Lindau wurde bei der Brandbekämpfung von den Nachbarfeuerwehren unterstützt. Leserinnen-Video: Valentina Zeljkovic

«Unser Kader hatte just an diesem Abend eine Übung», so Mettler. «Sechs Minuten später waren wir mit rund 50 Leuten bereits auf Platz.» Aufgrund der aktuellen Trockenheit habe man noch von unterwegs aus die Feuerwehren Schutz & Intervention Winterthur und Volketswil zur Unterstützung aufgeboten. «Schliesslich waren rund 100 Personen und drei Drehleitern im Einsatz.»

Als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude bereits im Vollbrand. Eine Person, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Gebäude befand, hatte das Feuer rechtzeitig bemerkt und sich unverletzt in Sicherheit gebracht. «Wir konnten im Prinzip nur noch das Übergreifen der Flammen auf das benachbarte ehemalige Restaurant Landhus verhindern», sagt Mettler.

Man sieht ein abgebranntes Haus.
Vom ehemaligen Bauernhaus blieb nicht viel übrig.

Gegen ein Uhr nachts habe man schliesslich den Brand so weit unter Kontrolle gehabt, dass die Volketswiler ins Depot hätten zurückkehren können. «Winterthur hat um 5 Uhr einen Teilrückzug gemacht, um 7 Uhr war dann bis auf eine Brandwache für alle übrigen Feierabend.»

Das Bauernhaus wurde durch den Brand komplett zerstört. Die Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden. Ebenfalls noch nicht bekannt ist die Brandursache.

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