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Einbruchserie sorgt für Unsicherheit im Mönchaltorfer Industriequartier

Mehrere Mönchaltorfer Betriebe wurden innert kurzer Zeit Opfer von Einbrechern. Die alarmierte Polizei konnte Schlimmeres verhindern.

Die Einbruchspuren sind noch immer sichtbar: Bei der Firma Müller & Jussel AG haben es Einbrecher bis zum Safe geschafft – dann verliess sie das Glück.

Foto: Simon Grässle

Einbruchserie sorgt für Unsicherheit im Mönchaltorfer Industriequartier

Motorsägen geklaut, Safe herausgerissen

Mehrere Mönchaltorfer Betriebe wurden innert kurzer Zeit Opfer von Einbrechern. Die alarmierte Polizei konnte Schlimmeres verhindern.

Wie im Film – aber auf keine gute Weise: Monica Hardmeier, Geschäftsleiterin der Firma Müller & Jussel AG, konnte Anfang Februar live mitverfolgen, wie Einbrecher in ihrem Betrieb im Mönchaltorfer Industriequartier die Runde machten.

Auf über 3000 Quadratmetern bietet die Müller & Jussel AG an der Mettlenbachstrasse Motorräder und Zubehör der Marken BMW und Harley Davidson an. «Als der Alarm ausgelöst wurde, habe ich von zu Hause aus via Überwachungskamera alles beobachtet und konnte die Polizei durch das grosse Gebäude lotsen», erzählt sie. «Das war ein schreckliches Gefühl – ich konnte danach eine Woche nicht mehr richtig schlafen.»

Ihr Mann Marc Hardmeier, mit dem sie die Geschäftsleitung innehat, war kurz nach 22 Uhr gerade noch im Betrieb gewesen. «Kurz nachdem er vorne das Gebäude verlassen hatte, kamen die maskierten Einbrecher durch eine andere Tür hinten rein.»

Lobende Worte für Polizei

Die Polizei sei sehr schnell vor Ort gewesen, dadurch seien die Eindringlinge vertrieben worden. Diese hatten bereits den rund 600 Kilogramm schweren Safe herausgerissen und auf die Ladenfläche gebracht, um ihn zu öffnen. «Durch die Polizei wurden sie aufgeschreckt und flüchteten ohne grosse Beute.»

Von der Polizei ist sie mehr als nur begeistert. Diese sei mit mehreren Fahrzeugen vor Ort gewesen und habe mit der Hilfe von Hunden und Drohnen das Gebiet abgesucht.

«Ich habe in der Vergangenheit schon unterschiedliche Erfahrungen gemacht», sagt Hardmeier. «Doch dieses Mal haben die Einsatzzentrale 117 und die Polizisten vor Ort hervorragende Arbeit geleistet und haben mich sehr beruhigt in dieser schwierigen Situation.»

In derselben Nacht, in der die Täter bei der Müller & Jussel AG eindrangen, war auch bei der Stihl Vertriebs AG rund 200 Meter entfernt an der Isenrietstrasse eingebrochen worden – mit deutlich mehr Erfolg: «Die Täter entwendeten Motorsägen und Trennschleifer aus dem Profisegment, während die Verpackungen am Tatort zurückblieben», führt Sandra Bruderer, Leiterin Marketing und Kommunikation, aus. «Der genaue Schaden kann derzeit noch nicht abschliessend beziffert werden.»

Aufgrund der noch andauernden polizeilichen Ermittlungen, die man vollumfänglich unterstütze, werde man momentan keine weiteren Informationen bereitstellen. Auch ein drittes Mönchaltorfer Unternehmen ist von der Einbruchserie betroffen, will sich aber aus Ermittlungsgründen ebenfalls nicht weiter dazu äussern.

Kostenlose Sicherheitsberatung

Um Einbrüche zu verhindern, gibt es viele präventive Möglichkeiten. Die Kantonspolizei stellt online Informationen rund um die Themen Diebstahl, Einbruch und Prävention bereit. Gewerbetreibenden empfiehlt sie präventive Massnahmen wie Lichtanlagen, Videoüberwachung, Alarmanlagen, vergitterte Fenster und verstärkte Türen, wie Mediensprecher Ralph Hirt ausführt.

Zudem bietet die Kantonspolizei eine kostenlose Sicherheitsberatung an. «Sie können Ihr Zuhause auf Schwachstellen überprüfen lassen», sagt Hirt. «Unsere Spezialisten zeigen auf, mit welchen geeigneten Massnahmen das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, entscheidend vermindert werden kann.»

Monica und Marc Hardmeier von der Müller & Jussel AG hatten dieses Angebot schon einmal genutzt, und nach dem Einbruch war erneut ein Sicherheitsberater vor Ort. Am alten Standort des Geschäfts im Mönchaltorfer Zentrum sei auch schon eingebrochen worden. Seit dem Umzug 2020 in die grösseren Räume im Industriegebiet habe es aber keinen Versuch mehr gegeben.

«Wir haben hier modernste Überwachungstechnik eingebaut», sagt Monica Hardmeier. «Nach der zweiten Beratung wurde uns gesagt, wir hätten bereits alles Mögliche getan. Aber diese Einbrecher können heutzutage einfach alles.»

Tipps der Polizei

Auf der Website der Kantonspolizei www.zh.ch/kapo sind Tipps und Checklisten zu den Themen Diebstahl, Einbruch und Prävention aufgeschaltet. Die kostenlose Sicherheitsberatung der Kantonspolizei kann ebenfalls via Online-Formular kontaktiert werden.

Grundsätzlich gilt:

– Haus- und Wohnungstüren immer abschliessen.

– Fenster, Balkon- und Terrassentüren schliessen.

– Gekippte Fensterflügel schliessen.

– Licht brennen lassen.

– Keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit geben.

Kommt es doch zu einem Einbruch, sollte unverzüglich die Polizei kontaktiert werden, ohne den Tatort zu verändern. Dies ist möglich via Telefon 117 oder auf einem Polizeiposten.

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