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Neffe wegen vorsätzlicher Tötung seines Onkels in Maur angeklagt

Im Februar 2024 wurde in Maur ein Mann leblos gefunden. Nun hat die Staatsanwaltschaft offiziell Anklage gegen den Verdächtigen erhoben.

Seit einem Jahr sitzt der mittlerweile 39-jährige Mann in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Foto: Keystone

Neffe wegen vorsätzlicher Tötung seines Onkels in Maur angeklagt

Ein Jahr danach

Im Februar 2024 wurde in Maur ein Mann leblos gefunden. Nun hat die Staatsanwaltschaft offiziell Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben.

Vor einem Jahr wurde ein 71-jähriger Mann auf einem abgelegenen Hof in Maur regungslos am Ende einer Aussentreppe gefunden. Trotz sofortiger notärztlicher Hilfe verstarb der Mann noch vor Ort.

Die Polizei ging von einem Delikt aus, noch am selben Tag wurde ein Tatverdächtiger festgenommen und in Untersuchungshaft überführt. Beim damals 38-jährigen Schweizer handelt es sich um den Neffen des Opfers.

Nun hat die Staatsanwaltschaft die Untersuchung gegen den Beschuldigten abgeschlossen und Anklage wegen vorsätzlicher Tötung erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, am Mittag des 24. Februar 2024 an seinem Wohnort seinen Onkel unvermittelt angegriffen und «unter Anwendung von massiver stumpfer Gewalt lebensbedrohlich verletzt zu haben, sodass dieser noch am Tatort an den Folgen seiner Verletzungen verstarb».

Berichterstattung mit Folgen

Es war ein Vorfall, der in der Gemeinde weite Kreise zog. Denn die Berichterstattung in der Dorfzeitung «Maurmer Post» löste eine Welle der Erschütterung aus. Darin wird die Vorgeschichte, die zu den vermutlichen Beweggründen für die Tat geführt haben soll, aufgerollt.

In diesen Familienzwist war nämlich auch das Maurmer Bauamt verstrickt. Gegen dieses wurden im Artikel Vorwürfe erhoben, ohne dass die Gemeinde selbst zu Wort kam. Die Bestürzung bei der Verwaltung war gross, in Leserbriefen wurde der Artikel als «befremdend» und «vorverurteilend» bezeichnet, der Redaktion wurde einseitige Berichterstattung vorgeworfen.

Man sieht die Frontseite einer Zeitung.
Ein Artikel in der «Maurmer Post» löste eine Schlammschlacht aus. Nun ist auch der Gemeinderat gefordert.

Es folgte eine Gegendarstellung der Gemeinde, der Autor des Artikels wurde bis zu seiner ordentlichen Pensionierung freigestellt und der befristete Vertrag mit dem Chefredaktor nicht verlängert. Dieser gründete ein Konkurrenzblatt, die heutige «Maurmer Zeitung».

Die gemeindeeigene «Maurmer Post» erscheint jedoch nach wie vor. Derzeit ist ein Prozess im Gange, der die Rahmenbedingungen für ihre Herausgabe klären soll, der Posten der Chefredaktion ist ad interim besetzt.

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