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Wenn eine Flutwelle Rüti zu überschwemmen droht

Eine verheerende Überschwemmung in Rüti - das war das Szenario, mit dem sich der Regionale Führungsstab Bachtel an seiner jüngsten Übung beschäftigte.

Zwischen den Rapporten diskutierten die RFS-Mitglieder, welche Hilfsmassnahmen als nächste getroffen werden sollen. 

Fotos: Ernst Hilfiker

Wenn eine Flutwelle Rüti zu überschwemmen droht

Regionaler Führungsstab Bachtel

Grosse Teile von Rüti unter Wasser: kein völlig abstraktes Szenario, sondern vor Jahrzehnten Tatsache. Wie man in einem solchen Fall heute reagieren müsste, trainierte der Führungsstab Bachtel.

Lange 85 Jahre ist es her, seit im August 1939 um den Bachtel und dort vor allem im Einzugsgebiet des Flusses Jona ein Unwetter für eine verheerende Lage sorgte: Gewerbebetriebe waren überschwemmt, telefonische Verbindungen funktionierten nicht mehr, Strassen waren zerstört und ein Teil der Hauptgasleitung in der Region weggespült. Zwei Menschen kamen zu Tode und der Sachschaden in den betroffenen Gemeinden betrug über 18 Millionen Franken.

Informationen einordnen und dann entscheiden

Die Bewältigung einer sehr ähnlichen Situation, wie sie zudem vor etwa einem Monat ja auch mehrere europäische Länder erlebten, wurde am Donnerstagnachmittag im Rahmen einer Stabsübung des Regionalen Führungsstabs (RFS) Bachtel in Rüti durchgespielt. Die Ausgangslage: Seit Tagen anhaltender, starker Regen hatte bereits zu vielen Schäden in der Gemeinde geführt. Und nun drohten auch noch aufgestaute Wassermassen in Form einer Flutwelle grosse Teile des Orts zu überschwemmen.

Für den Führungsstab ging es nun darum, mit der wichtigen Hilfe einer Gruppe der Führungsunterstützung der Zivilschutzorganisation Bachtel sowie mehrerer Rütner Gemeindevertreter die laufend eintreffenden neuen Informationen über Schäden zu priorisieren. Anschliessend wurde über die möglichen Hilfsmassnahmen mit den überhaupt noch zur Verfügung stehenden Ressourcen diskutiert und dann entsprechende Aktionen ausgelöst. Zum Beispiel wurde ein Geologe aufgeboten, weiteres, massives Wassersperrmaterial aus anderen Teilen des Kantons beschafft oder schliesslich sogar die unumgängliche Evakuation mehrerer hundert Menschen in die Wege geleitet.

Kompakte Rapporte

Auch wenn es «ein extremes Szenario» war, wie ein Regieverantwortlicher sagte – am Engagement der Beübten änderte das nichts. Es wurde intensiv gearbeitet, und es gelang unter anderem, die bei solchen Anlässen oft ausufernden, regelmässigen Rapporte auf sehr speditive Art durchzuführen.

Natürlich zeigten sich auch einige Optimierungspunkte. Insgesamt aber zogen sowohl RFS-Stabschef Roland Anderegg wie Beobachter eine positive Bilanz.

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