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Kanton sperrt Töss-Radweg zwischen Rämismühle und Turbenthal

Als Ausgleich für die neue Tössbrücke in Wila wertet der Kanton einen Weiher bei Rämismühle auf. Dafür sperrt er ab kommenden Montag den Tössweg.

Wer regelmässig auf dem Tössweg zwischen Turbenthal und Rämismühle unterwegs ist, muss bald auf die andere Uferseite ausweichen.

Foto: Noah Salvetti

Kanton sperrt Töss-Radweg zwischen Rämismühle und Turbenthal

Wegen Arbeiten an Weiher

Das Tiefbauamt nutzt die Arbeiten an der Wilemer Tössbrücke, um ein weiteres Projekt umzusetzen: Es wertet den Oberwaldweiher zwischen Rämismühle und Turbenthal auf – das hat Auswirkungen für Fussgänger und Velofahrer.

Geht es nach den Plänen des Kantons, startet noch in diesem Monat das Projekt «Neue Tössbrücke Wila». Die alte, 72-jährige Brücke wird durch einen Neubau ersetzt. Kostenpunkt: rund 10,4 Millionen Franken.

Die geplanten Arbeiten haben Auswirkungen, die weit über die Wilemer Ortsgrenzen hinausreichen. So hat das kantonale Tiefbauamt beschlossen, im Rahmen des Projekts den Oberwaldweiher aufzuwerten. Dieser liegt unmittelbar neben der Grenze zu Turbenthal auf dem Gemeindegebiet von Zell.

Was hat ein Weiher in Zell mit der Brücke in Wila zu tun? Wie die Baudirektion auf Anfrage schreibt, betreffen die Eingriffe beim Brückenneubau schützenswerte Lebensräume. «Sie bedingen darum die Planung von Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen», sagt Sprecher Sascha Rhyner.

Stehende Gewässer mit offener Wasserfläche – wie eben der Oberwaldweiher – seien wichtig, um Amphibien wie Erdkröte und Grasfrosch zu fördern. Weil er zu verlanden droht, will das Tiefbauamt den Weiher teilweise ausbaggern.

Erdkröte
Gewässer wie der Oberwaldweiher sollen Erdkröten (Exemplar im Bild) und Grasfröschen ein Zuhause bieten. (Symbol)

Weiter ist ein neues, höheres Wehr beim Ausfluss geplant. «Dieses wird das Wasser in trockenen Phasen länger zurückhalten», so Rhyner. Die Bäume und Sträucher rundherum müssen teilweise weichen, damit mehr Sonnenlicht auf und im Herbst weniger Laub in den Weiher fällt.

Vom anfallenden Holz sollen ebenfalls die Amphibien profitieren. «Damit werden Asthaufen erstellt, die ihnen als Unterschlupf dienen.» Um den Abfluss in Richtung Töss zu gewährleisten, wird zudem das Bachbett des Basweidlibachs unterhalten.

Weil diese Arbeiten ein gewisses Risiko bergen, sperrt der Kanton vorsorglich den Velo- und Gehweg zwischen Rämismühle und Turbenthal, der direkt entlang der Töss verläuft.

Die Sperrung beginnt am Montag, 9. September, um 7 Uhr und dauert bis zum Freitag, 20. September, um 17 Uhr. Fussgänger und Velofahrer müssen während dieser Zeit den Weg auf der anderen Seite der Töss benützen. Eine Umleitung ist signalisiert.

Man sieht einen Plan, auf dem die gesperrte Strecke und die Umleitung eingezeichnet sind.
Die Umfahrungsroute wird signalisiert.

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