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Defekte Wärmepumpe in Pfäffikon löst Grosseinsatz aus

In Pfäffikon ist es am Dienstag zu einem Ammoniak-Unfall gekommen. Aus Sicherheitsgründen wurden umliegende Gebäude evakuiert.

In Pfäffikon sind diverse Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz.

Foto: Jan Gubser

Defekte Wärmepumpe in Pfäffikon löst Grosseinsatz aus

Austretendes Ammoniak

Am Dienstagvormittag trat in Pfäffikon aus einer Wärmepumpe Ammoniak aus, was zu Evakuierungen und einem Feuerwehreinsatz führte. Die Bevölkerung wurde gewarnt, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Am Dienstagvormittag bemerkten Mitarbeitende von Huber+Suhner an der Tumbelenstrasse in Pfäffikon einen beissenden Geruch. Daraufhin meldeten sie dies gegen 11.20 Uhr der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich.

Vor Ort suchten die sofort ausgerückten Kräfte der Feuerwehr und der Chemiewehr nach der Ursache des Geruchs. Im nebenan liegenden Chesselhuus wurden sie schliesslich fündig. Im Technikraum der Wärmepumpe, die von den Gemeindewerken Pfäffikon betrieben wird, trat eine grössere Menge Ammoniak aus einem Tank aus.

Evakuierungen und Sperrungen

Aus Sicherheitsgründen evakuierten die Rettungskräfte mehrere umliegende Gebäude – darunter einen Kindergarten und eine Kindertagesstätte. Rund 100 Menschen wurden vorübergehend an einem sicheren Ort untergebracht und betreut. Der Rettungsdienst untersuchte daraufhin eine Person, Verletzte gab es jedoch keine.

Wie informiert die Kantonspolizei?

Aufgrund des wahrnehmbaren Geruchs forderte die Kantonspolizei via Alertswiss-Meldung die Pfäffiker Bevölkerung dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Lüftungen und Klimaanlagen sollten ausgeschalten werden. Es bestand jedoch keine akute Gefahr für Menschen und die Umwelt. Die Kantonspolizei informiert weiterhin per Alertswiss über die zu beachtenden Massnahmen.

Während der Arbeiten konnten die Mitarbeitenden von Huber+Suhner ihre Rucksäcke schliesslich aus dem Firmengebäude holen und nach Hause gehen. «Bis morgen, also vielleicht», rief eine Mitarbeiterin noch ihrem Kollegen nach. Wie bald das Unternehmen seinen Betrieb wieder aufnehmen kann, ist demnach unklar.

Die Tumbelenstrasse war aufgrund des Einsatzes in beiden Richtungen gesperrt. Die Pilatusstrasse sowie Teile der Usterstrasse mussten umfahren werden.

Männer in Schutzanzügen

Im Einsatz standen diverse Feuerwehren, Chemiespezialisten, die Kantonspolizei Zürich, das Forensische Institut Zürich, die Rettungsdienste Uster, Winterthur und Regio 144 inklusive Notärztin. Am Nachmittag waren vor Ort mehr als zehn Einsatzfahrzeuge auszumachen.

Zwischen den Gebäuden bereiteten sich zwei Männer der Chemiewehr mit Schutzanzügen, Gummistiefeln und Atemgeräten vor; die Ärmel befestigten sie mit Klebeband an den Handschuhen. Für rund eine Viertelstunde verschwanden die Feuerwehrmänner zwischen den Gebäuden, bis sie um 14 Uhr die Atemgeräte wieder ausziehen konnten.

Um 14.30 Uhr fuhr dann ein weiteres Fahrzeug von Schutz & Rettung Zürich mit mehreren Tanks Zitronensäurelösung auf Platz. Wie die Kantonspolizei Zürich sagte, pumpten die Einsatzkräfte das Ammoniak ab und neutralisierten es. Die Arbeiten dafür dauerten bis in den Abend an.

Die Ursache für das Leck ist zurzeit unklar, die Kantonspolizei wird jedoch eine Ermittlung einleiten.

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