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Polizei macht in Turbenthal auf Gefahren des Schulwegs aufmerksam

Polizeibeamten auf dem Schulweg – was ist hier los? Kein Grund zur Aufregung: Die Kapo machte in Turbenthal auf ihre Präventionskampagne aufmerksam.

Sicher über die Strasse: Die Kapo zeigte am Freitag in Turbenthal Präsenz und gab Kindern und Eltern Tipps zum richtigen Verhalten auf dem Schulweg.

Foto: André Gutzwiller

Polizei macht in Turbenthal auf Gefahren des Schulwegs aufmerksam

Unfallprävention im Tösstal

In der Zeit des Schulbeginns ist im Strassenverkehr viel Aufmerksamkeit gefragt. Die Kapo setzt deshalb auf verstärkte präventive Kontrollen entlang den Schulwegen – so kürzlich geschehen in Turbenthal.

Am Freitag kam es bei der Schulanlage Breiti in Turbenthal zu einem etwas anderen Polizeieinsatz. Vertreter der Kantonspolizei Zürich führten in Turbenthal eine Schulwegkontrolle durch und machten auf die nationale Verkehrssicherheitskampagne «Stoppen für Schulkinder» aufmerksam.

Die Kontrolle ist Teil einer orchestrierten Aktion: Während der ersten beiden Schulwochen sind die Kantons-, Kommunal- und Stadtpolizeien rund um Schulen verstärkt präsent und wollen so Autofahrer, Eltern und Kinder für die Sicherheit des Schulwegs sensibilisieren.

Das sei nicht nur sinnvoll, sondern auch nötig, sagte Mediensprecher Alexander Renner. «Viele Autofahrer sind um den Schulbeginn herum noch im Ferienmodus und müssen sich erst daran gewöhnen, dass wieder so viele Kinder am Verkehr teilnehmen.»

Nicht verboten heisst nicht automatisch ungefährlich

Anstatt mit Radarpistole und Bussgeldzetteln waren die Polizisten, darunter Kinder- und Jugendinstruktor Denis Flury, mit Parkscheiben und Mikrofasertüchern bewaffnet. Diese tragen neben dem Slogan ein blaues Fahrschul-L.

«Das Symbol soll vermitteln, dass Kinder nicht nur in der Schule, sondern auch im Verkehr Lernende sind», erklärte Flury, der jeweils auch bei Veloprüfungen und Verkehrskundelektionen an den Schulen präsent ist.

Die Werbematerialien verteilten er und seine Kollegen an Eltern, Kinder und andere Verkehrsteilnehmer, die die Strasse passierten. Die Polizisten machten sie auf das richtige Verhalten aufmerksam, halfen beim Weg über die Strasse, sprachen Kritik, aber auch Lob aus.

So zum Beispiel, dass man vor dem Überqueren der Strasse vom Velo oder Trottinett absteigen und das Gefährt über den Zebrastreifen schieben muss.

Dabei lag das Augenmerk nicht auf Delikten, die eine Busse nach sich ziehen, sondern auf den Verhaltensweisen, die nicht verboten sind – und dennoch eine Gefahr darstellen. Darunter fallen etwa Elterntaxis, die nicht auf dem vorgesehenen Parkplatz, sondern auf der Strasse halten.

Generell empfiehlt Flury den Eltern, ihre Kinder nicht bis unmittelbar vor die Schule zu fahren. «Der Schulweg ist nicht nur wichtig, um das Verhalten im Verkehr zu üben», sagte Flury, «sondern er erfüllt auch wichtige soziale Funktionen.»

Belehrungsnachmittag statt Busse

Ein weiteres Beispiel für vermeidbare Gefahren auf dem Schulweg zeigte sich sogleich – ein Mutter-Kind-Duo auf dem Trottinett. Nicht verboten, aber dennoch keine gute Idee, wie Flury im Eins-zu-eins-Gespräch direkt klarstellte.

In Fällen wie diesen können die Polizisten neben einer mündlichen Ermahnung eine weitere Massnahme verordnen: einen sogenannten Belehrungsnachmittag. «Dann komme ich in die Schule und erkläre den Kindern, wie man sich beispielsweise auf dem Velo richtig verhält», erklärte der Kinder- und Jugendinstruktor.

Die verstärkte Präsenz der Polizei nach Schulbeginn hat sich laut Flury bewährt. «Kindern wie Eltern bleibt das jeweils in guter Erinnerung.»

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