So präsentierten sich Feuerwehr und Co. in Illnau-Effretikon
2500 Personen am Blaulicht-Tag
Wie sieht es im Innern eines Feuerwehrautos aus und wie durchleuchten Zollbeamte einen Koffer? Diese und weitere Fragen wurden am Wochenende in Effretikon beantwortet.
Petrus scheint zwar kein Korpsmitglied der Blaulichtorganisationen zu sein, denn dann hätte er am vergangenen Samstag wohl ein etwas erfreulicheres Wettergemisch aus seiner Küche produziert – wenigstens floss der Regen am Samstag nicht in Strömen. In Strömen kamen aber die Besucherinnen und Besucher, und zwar zum Illnau-Effretiker Blaulichttag beim Parkplatz der Schulanlage Eselriet.
Feuerwehr, Stadtpolizei, Sanität, Zoll und Rettungsflugwacht boten Einblicke in ihre Arbeit, wie man sie sonst nur selten zu sehen kriegt. Die geschätzten 2500 Besucher, darunter vor allem Eltern mit ihren Kindern, liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die verschiedenen Blaulichtorganisationen hautnah und fassbar zu erleben.

Schon vor Beginn um 10 Uhr waren auf dem Areal die ersten Gäste eingetroffen – und sie wurden auch sogleich Zeuginnen und Zeugen eines weiteren Spektakels: Ein Helikopter der Rega landete nach dem offiziellen Start des Anlasses auf dem Areal. Der durch die Rotoren entfachte Wind und die betörenden Geräusche taten der imposanten Szenerie keinen Abbruch; auch wenn die helfenden Hände damit beschäftigt waren, alles was nicht niet- und nagelfest war, festzuhalten. Schon kurze Zeit später scharten sich die ersten Anwesenden rund um das beeindruckende Fluggerät und erhaschten Blicke vom Innen- und Aussenleben des Einsatzmittels der Rettungsflugwacht.
Bei der Illnau-Effretiker Stadtpolizei bot sich die Gelegenheit, in einem Polizeifahrzeug Platz zu nehmen – ein Perspektivenwechsel, den man nicht alle Tage erlebt. Mitglieder des Korps erklärten die Elemente und Bestandteile der Einsatzausrüstung, darunter auch das aktuelle Geschwindigkeitsmessgerät.
Voller Körpereinsatz
«Anschnallen!» hiess es beim sogenannten Bremsschlitten des TCS. Mutige wurden durch die Stadtpolizisten auf Kollisionskurs geschickt. Sie erfuhren im Rahmen eines simulierten Aufpralls Wirkung und Notwendigkeit eines Anschnallgurtes.
Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit stellte bei seinem Stand ein Patrouillenfahrzeug aus. Das mobile Röntgengerät deckte im Rahmen einer kleinen Demonstration auf, welche Gegenstände sich im durchleuchteten Koffer befanden.

Nebenan demonstrierten Feuerwehrfrauen und –männer ihr Geschick: Bei einem ausrangierten Personenwagen schnitten sie die Frontscheibe heraus und trennten das Dach ab. Auch die Jüngsten der Besucherinnen und Besucher setzten sich einen Feuerwehrhelm auf und betätigen mit Hilfestellung die grosse hydraulische Schere.
Vollgepackt mit vielen Eindrücken, einer Unzahl an erhaltenen Giveaways und Gummibärchen machten sich kurz nach 16 Uhr dann auch die Letzten auf den Heimweg. (lcm)
