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«Erhebliche Gefahr» am Greifensee und Pfäffikersee

Hohe Pegelstände, überschwemmte Felder und ein Erdrutsch in Schmidrüti – das sind die Folgen des Dauerregens in der Region. In Illnau fiel zudem der Strom aus.

Am Pfäffikersee schwappt das Wasser schon über.

Foto: Martin Liebrich

«Erhebliche Gefahr» am Greifensee und Pfäffikersee

Auswirkungen des Regens im Oberland

Der Dauerregen lässt überall in der Region die Pegelstände steigen. Für die beiden Oberländer Seen gilt die Warnstufe «erhebliche Gefahr».

Es regnete und regnete in der Region – nicht nur praktisch ohne Unterbruch, sondern vor allem am Donnerstag und Freitag immer wieder auch besonders stark. Das führt dazu, dass die Pegel von Flüssen, Bächen und Seen stiegen und Wiesen überschwemmt wurden.

Überschwemmter Weg, unpassierbare Strasse

So gilt gemäss Angaben des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft für den Pfäffikersee und den Greifensee die Gefahrenstufe drei von fünf. Das bedeutet «erhebliche Gefahr» und heisst konkret, dass man sich von den Ufern dieser Gewässer fernhalten sollte. Ebenfalls Gefahrenstufe drei gilt für die Glatt bei Dübendorf.

Viel Wasser führt unter anderem auch die Kempt. Bei Illnau etwa wurde deshalb ein Weg überschwemmt.

Im Tösstal kam es gemäss Angaben des TCS zu einem Erdrutsch. Dadurch wurde die Strasse zwischen Schmidrüti (Turbenthal) und Freckmünd (Wila) unpassierbar und musste zwischen Samstagmorgen und dem frühen Samstagabend gesperrt werden.

Mehrere Feuerwehren im Einsatz

Zwischen Freitagmittag und Samstagmittag waren auf der Einsatzleitzentrale von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) laut einer Sprecherin rund 200 Notrufe wegen regenbedingter Schadenereignisse aus dem ganzen Kanton Zürich eingegangen, die dann zu einem Feuerwehreinsatz führten. Ein Schwergewicht sei dabei auf dem Zürcher Oberland gelegen, vor allem in Turbenthal und Zell. Ebenfalls im Einsatz waren aber auch etwa die Feuerwehren von Fehraltorf, Pfäffikon und Uster.

Rund 16 Einsätze leistete gemäss eigenen Angaben die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben von Freitagnachmittag bis Sonntagvormittag. In den meisten Fällen waren Keller mit Wasser vollgelaufen. Im Aatal mussten die Einsatzkräfte zudem einen grossen Baumstrunk aus dem Aabach entfernen, der die Funktionstüchtigkeit eines Wehrs beeinträchtig habe.

In Rüti wurde die Feuerwehr am frühen Freitagabend aufgeboten. Sie musste laut eigenen Angaben mehrere Keller, die überschwemmt wurden, trockenlegen. An gewissen Orten habe man dabei Sandsäcke platziert, damit nicht erneut Wasser ins Gebäude fliesst.

Auch die Feuerwehr Pfäffikon musste für über 20 Einsätze ausrücken – wegen des Seeufers und überfluteten Kellern. Die 200 Sandsäcke aus derer Reserve sollen fast alle aufgebraucht und im Dorf verteilt worden sein, so die Feuerwehr Pfäffikon.

Am Sonntag entspannte sich die Situation aber in der Region. «Im Moment ist die Lage stabil, doch wir werden sie weiter beobachten», sagt Patrick Oesch, Kommandant der Feuerwehr Pfäffikon.

Stromausfall in Illnau

In Illnau kam es zudem in der Nacht von Freitag auf den Samstag zu einem Stromausfall. Wie ein Sprecher der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) auf Anfrage erklärte, seien rund 2500 Personen betroffen gewesen.

Ob der etwa zwei Stunden dauernde Versorgungsunterbruch im Zusammenhang mit dem Regen steht, sei noch unklar und werde abgeklärt. Sicher ist laut EKZ einzig, dass es ein Kurzschluss in einer Leitung war, der die Störung auslöste.

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