Grosser Schaden nach Brand in Elgg – und böse Erinnerungen
Mitten in der Nacht
In Elgg stand in der Nacht auf Dienstag ein Gebäude in Flammen. Mehrere Anwohner mussten evakuiert werden. Es ist nicht der erste Brand in der Gemeinde.
An der Äusseren Hintergasse im Dorfzentrum von Elgg ist in der Nacht auf Dienstag in einem Gebäude ein Feuer ausgebrochen. Wie die Medienstelle der Kantonspolizei Zürich auf Anfrage sagte, ist es nicht bewohnt gewesen. Verletzte gab es deshalb keine, es mussten jedoch mehrere Personen aus den umliegenden Häusern kurzzeitig evakuiert werden.
Die Meldung vom Brand sei kurz vor halb drei Uhr bei der Notrufzentrale von Schutz & Rettung Zürich eingegangen, schreibt die Kantonspolizei am Dienstag in einer Mitteilung. Neben der Polizei waren die Feuerwehren Eulachtal, Schutz & Intervention Winterthur und Turbenthal-Wila-Wildberg ausgerückt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte sei das Gebäude bereits in Vollbrand gestanden.
Mehrere zehntausend Franken Sachschaden
Über Alertswiss warnten die Behörden bereits in der Nacht vor einer starken Rauchentwicklung. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen zu schliessen sowie Ventilatoren und Klimaanlagen auszuschalten.
Um 4 Uhr kam die Entwarnung, dass das Feuer gelöscht sei und «keine Beeinträchtigung der Bevölkerung durch Rauchimmissionen» mehr bestehe.



Nach ersten Schätzungen beträgt der Sachschaden mehrere zehntausend Franken. Brandstiftung ist gemäss ersten Erkenntnissen nicht ausgeschlossen. Die Kantonspolizei Zürich sicherte Spuren und befragte mehrere Personen. Der betroffene Schopf befindet sich am Rand des historischen Dorfkerns und ist im Schutzinventar nicht als ortsbildprägend eingetragen.
Schon im März brannte es in Elgg
Es war nicht der erste grössere Brand in Elgg in diesem Jahr. Mitte März haben ganz in der Nähe mehrere Gebäude gebrannt. Der Brand brach damals an der Hintergasse in einem leer stehenden Gebäude aus. Die Brandorte liegen nur gerade zirka 80 Meter auseinander. Anfang März verursachte bereits ein Brand in einer Lagerhalle einen grossen Sachschaden.
Elggerinnen und Elgger erinnern die Brände an eine unheimliche Serie, welche die Bevölkerung 2011 und 2012 in Atem hielt. Mithilfe eines DNA-Abgleichs wurde schliesslich ein damals 25-jähriger Feuerwehrmann überführt, der 19 von 30 Bränden gestand.
Der Täter hatte unbewohnte Gebäude angezündet. In kurzen Abständen brannten damals unter anderem ein Jagdhaus, eine Reithalle, ein Stall, ein Vereinslokal und eine Tankstelle. Angefangen hatte es, als in einem Waldstück bei Elgg ein Holzhaufen brannte.

