Bahnübergang in Rikon gesperrt – Reise nach Neschwil erschwert
Gleisarbeiten im Tösstal
Drei Tage lang arbeiten die SBB am Bahnübergang Neschwilerstrasse. Autofahrer müssen in dieser Zeit eine grossräumige Umfahrung in Kauf nehmen.
Im Tösstal gibt es für den Verkehr eine Hauptachse. Die Tösstalstrasse. Einer Blutader gleich verbindet sie von Winterthur bis Fischenthal alle Gemeindezentren. Wenige Verbindungsstrassen zweigen von ihr ab und erlauben es den Autofahrern, das Tal in Richtung andere Regionen wie das Oberland zu verlassen.
In Rikon gibt es genau eine Möglichkeit dafür, und zwar über die Neschwilerstrasse. Unweit des Bahnhofs ist der Abzweiger, von da aus geht es über das zweigleisige Trassee der Eisenbahnlinie und die Töss aus dem Ort hinaus.
Sicherheit vom Verkehr gewährleisten
Ebendiesen Bahnübergang wollen die SBB im April für mehrere Tage sperren. Grund sind Unterhaltsarbeiten. «Die Sanierung ist jetzt notwendig, da sich der Zustand vom Bahnübergang in kurzer Zeit massiv verschlechtert hat», sagt die Bauleitung auf Nachfrage. Er müsse jetzt wieder auf Vordermann gebracht werden, um die Sicherheit vom Bahn- und vom Strassenverkehr zu gewährleisten.
Konkret werden die SBB das der Tösstalstrasse nähere Gleis ausbessern. Dabei wechseln sie die Schienen aus, sanieren die Holzschwellen und richten das ganze Gleis. Gleichzeitig passt die zuständige Strassenbaufirma die Lage der Neschwilerstrasse zur Tösstalstrasse hin an.
Ziel ist, die Belastung auf den Bahnübergang zu reduzieren, die durch Autos und Lkws entsteht. Stand heute gebe es beim Überqueren jeweils einen «Schlag», so die SBB. «Und darunter leidet das Material – die Strasse wie auch das Gleis.» Zudem muss der Belag im Einlenkerbereich der beiden Strassen erneuert werden, weil er viele Risse hat.
Ein «sportlicher» Zeitraum
Stand heute ist geplant, dass die Sanierung am Montagmorgen, 8. April, beginnt und bis zum Donnerstagmorgen, 11. April, dauert. In den Nächten laufen jeweils die Arbeiten am Bahnübergang, tagsüber die an der Strasse. Dadurch können die Züge trotz Baustelle weiterhin fahrplanmässig verkehren. «Dieser Zeitraum ist sportlich», ist sich die Bauleitung bewusst. «Aber er sollte reichen.»
Für Autos und Lkws gibt es in diesem Zeitraum kein Durchkommen – und somit auch keine direkte Verbindung ins Oberland. Die nächsten befinden sich in Kollbrunn Richtung Weisslingen oder in Turbenthal weiter nach Wildberg.
Entsprechend grossräumig ist die signalisierte Umleitung, die die SBB vorgesehen haben. Sie führt ab Rikon via Kollbrunn nach Weisslingen. Wer nach Hinter Rikon möchte, kann ab Weisslingen über Dettenried und Schwändi fahren. Diese Route gilt nur für den Autoverkehr, für Schwertransporte ist sie gesperrt. Während die Reise von Rikon nach Hinter Rikon üblicherweise ein Katzensprung von einer Minute ist, dauert sie mit der Umfahrung gut eine Viertelstunde.

Im Zeitplan sind bereits Reservenächte eingerechnet. Kurzfristige Änderungen können gemäss SBB jedoch auftreten. Bei nasser Witterung muss der Einbau vom Belag, der für den 10. April vorgesehen ist, auf den nächstfolgenden trockenen Tag verschoben werden. Während dieser Bauphase ist ein Verkehrsdienst auf der Tösstalstrasse im Einsatz.
