Zwei Brände verursachten 2023 im Oberland am meisten Schaden
Gebäudeversicherung zieht Bilanz
Weniger Schäden als im Vorjahr: Die Gebäudeversicherung zieht eine positive Bilanz des Jahrs 2023. Zwei der grössten Schadensereignisse ereigneten sich in der Region.
Sowohl die Feuer- als auch Elementarschäden sind im Kanton Zürich im letzten Jahr leicht zurückgegangen. Die Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) schätzt die gesamte Schadensumme auf 48,4 Millionen Franken. 2022 waren es noch 59,9 Millionen.
Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2021 beliefen sich die Schäden, die der GVZ gemeldet wurden, auf sage und schreibe 134 Millionen Franken. Grund war damals eine ausserordentliche Wetterlage im Juni und Juli mit Hagel, Starkregen und Sturmwind, die enorme Schäden anrichteten.
Das Jahr 2023 hat sich dagegen vergleichsweise freundlich gezeigt. Auch in den drei Bezirken Uster, Pfäffikon und Hinwil waren die Schäden an Gebäuden moderat.
So wurden 2023 im Oberland Feuerschäden von 9 Millionen Franken gemeldet (Vorjahr: 11,2 Mio.). Die Elementarschäden beliefen sich auf 2,3 Millionen Franken (Vorjahr 3,2 Mio.). Zur Erklärung: Elementarschäden sind Schäden, die durch Sturm, Hagel, Überschwemmungen oder – bei uns glücklicherweise eher selten – Lawinen, Erdbeben und Vulkanausbrüche verursacht werden.
Brände in Freudwil und Wetzikon
Trotzdem: Zwei der zehn grössten Schäden wurden letztes Jahr im Zürcher Oberland registriert. In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai ging in der Ustermer Aussenwacht Freudwil ein Wohnhaus samt Scheune in Flammen auf. Die beiden Familien, die das Haus aus dem 18. Jahrhundert bewohnt hatten, konnten sich in Sicherheit bringen. Eine Frau wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung in Spitalpflege gebracht. Der Sachschaden beläuft sich auf knapp 1,3 Millionen Franken.

Einen Schaden von 730’000 Franken verursachte ein Brand in Wetzikon. Am 3. Juli brannten eine Autowerkstatt in Kempten sowie ein davor abgestellter Foodtruck. Die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben und die Stützpunktfeuerwehr Hinwil brachten das Feuer schnell unter Kontrolle.

Laut den ersten Ermittlungen war das Feuer bei Schweissarbeiten in der Garage ausgebrochen. Zwei Tage später stellten die Forensiker fest, dass die Werkstatt auch als Indoor-Plantage für Cannabis gedient hatte.
