Pfäffikersee mit Öl verschmutzt
Sperre im Wasser errichtet
Am Sonntag floss Öl in den Pfäffikersee. Die Feuerwehr errichtete eine Ölsperre. Die Abklärungen zum Ausmass der Schäden laufen.
Kurz vor 13 Uhr am Sonntagnachmittag rückte die Feuerwehr Pfäffikon an den Pfäffikersee aus. Grund für den Einsatz war ein öliger Film, der sich auf der Wasseroberfläche ausgebreitet hatte. Betroffen ist das Naturschutzgebiet am nördlichen Ufer des Sees.
Die Einsatzkräfte versuchten die Verschmutzung «möglichst schnell» einzudämmen und errichteten im Uferbereich eine knapp 200 Meter lange Ölsperre, wie einem Instagram-Post der Pfäffiker Feuerwehr zu entnehmen ist. Die Ölsperren befinden sich ausserorts auf der Höhe der Bushaltestelle Im Spitz.
Die Kantonspolizei Zürich bestätigt den Einsatz. Das Wasser sei aus einem Bach in den See geflossen, sagt Medienchef Patrick Céréda. Inzwischen laufe kein neues Öl mehr in den See. «Die Quelle konnte eruiert und gestoppt werden.»





Wie es genau zur Gewässerverschmutzung gekommen ist, sei noch unklar. «Die Ermittlungen laufen», sagt Céréda. Ein möglicher Verursacher sei der Polizei bekannt. Man gehe aktuell von einer Fahrlässigkeit aus. Es seien «mehrere Liter Öl» in den See geflossen.
Keine langfristigen Schäden erwartet
Unbekannt war zunächst auch das Ausmass der Schäden. Auch zu einem möglichen Fischsterben konnte Patrick Céréda keine Angaben machen. Am Sonntag und am Montag war das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) für Abklärungen vor Ort.
Die Baudirektion, der das Awel untersteht, gibt am Montagnachmittag eine leichte Entwarnung: «Da die ausgelaufene Ölmenge nicht sehr gross ist, gehen wir davon aus, dass keine langfristigen Umweltschäden entstanden sind.» Die Ölsperre im See habe inzwischen sogar schon wieder entfernt werden können, «da sich kein Öl mehr im Wasser feststellen lässt».
Allerdings habe der Gewässerschutz-Pikettdienst des Awel auch im Bach zwei Ölsperren errichtet. «Diese bleiben bestehen, bis sich auch hier kein Öl mehr nachweisen lässt», schreibt die Baudirektion.
Auch die Feuerwehr Pfäffikon stand am Montag noch im Einsatz. Sie kontrollierte weiterhin die errichteten Ölsperren, bestätigt Kommandant Patrick Oesch. Wie lange die verbleibenden Sperren aufrechterhalten bleiben müssen, ist noch offen. Die Kantonspolizei spricht von «möglicherweise mehreren Tagen».
Rund 50 Einsatzkräfte standen gemäss der Feuerwehr Pfäffikon am Sonntag im Einsatz, um ein Ausbreiten des Öls zu verhindern und die Verschmutzung einzudämmen. Die Feuerwehr Pfäffikon erhielt dabei Unterstützung von der Stützpunktfeuerwehr Uster und dem Seerettungsdienst Pfäffikon.
