Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Blaulicht

Wenn ein Unwetter Tote und Verletzte fordert

Tote und enorme Schäden nach Unwetter: Das Szenario, mit dem sich der Regionale Führungsstab Bachtel beschäftigte, war herausfordernd.

. An regelmässig durchgeführten Rapporten liessen sich der Führungsstab und beigezogene Vertreter über die aktuelle Lage informieren. 

Foto: Ernst Hilfiker

Wenn ein Unwetter Tote und Verletzte fordert

Regionaler Führungsstab Bachtel

Wie ist die Hilfe zu koordinieren, wenn schwerste Regenfälle hohe Schäden anrichten? Diese Frage versuchte der Führungsstab Bachtel an einer Übung zu beantworten.

Die Schweiz war erstaunt und erschüttert: Ende Juli hatte ein Sturm in La Chaux-de-Fonds 5000 von rund 7500 Gebäuden beschädigt; es gab einen Toten und gegen 40 Verletzte.

Kaum jemand rechnete mit einem solchen Extremereignis, doch es kann eben passieren – auch im Kanton Zürich, wo ein solches Szenario zu den offiziell definierten relevanten Gefährdungen gehört.

Auch Bubiker Behörden einbezogen

Nicht zuletzt der Sturm im Kanton Neuenburg diente als «Vorlage» für eine am Donnerstag in Bubikon durchgeführte Stabsübung des Regionalen Führungsstabes (RFS) Bachtel.

In die Übung eingebunden waren die Führungsunterstützung der Zivilschutzorganisation Bachtel, die dem RFS bei seiner Arbeit eine unverzichtbare Hilfe ist, sowie Bubiker Behörden- und Verwaltungsvertreter, wie sie im Ernstfall auch aktiviert würden.

Feuerwehr am Limit

Das in einem detaillierten Drehbuch festgehaltene Szenario ging von Extremregenfällen aus, die in der Gemeinde zu derart schweren Schäden führten, dass die Feuerwehr trotz Grosseinsatz an ihre Grenzen kam: Es hatte einfach nicht mehr genug Feuerwehrleute und Material, um überall zu helfen.

Für weitere Herausforderungen sorgten von der Regie sukzessiv in den Übungsbetrieb eingespiesene Notfallmeldungen. So hatte sich etwa in Wolfhausen eine Explosion ereignet, das Trinkwasser war plötzlich verunreinigt und auf Tage hinaus nicht mehr geniessbar, und schliesslich waren auch die ersten Toten und Verletzten zu beklagen.

Schwachstellen erkannt

Für den Führungsstab galt es, in möglichst strukturierten Prozessen all die Ereignisse erst mal zu erfassen, danach zu priorisieren und Massnahmen anzuordnen. Alles in allem eine Aufgabe, die für sehr reale Stressbedingungen sorgte, auch wenn man das Unwetterchaos weitgehend «nur» in der Theorie durchspielte.

In einer kurzen Schlussbesprechung wurde eine erste Bilanz gezogen. Sowohl die Übungsbeobachter wie die Beübten selbst – insgesamt über 30 Personen – erkannten Optimierungspotential, etwa bei der Rapportdisziplin oder dem Umstand, dass man im Ernstfall noch früher als an der Übung für eine Ablösung der Einsatzkräfte sorgen muss.

Insgesamt zeigte sich der RFS-Stabschef a.i., Roland Anderegg, mit dem mehrstündigen Training jedoch «sehr zufrieden».

 

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns