ZVV hält an Plänen für mehr Abstellkapazitäten im Oberland fest
Strategie 2023
Im aktuellen Strategiebericht des Zürcher Verkehrsverbunds sind die Abstellanlagen Schlüsselobjekte.
Das Aufatmen in Bubikon war vor knapp zwei Jahren gross, als klar wurde, dass in der Gemeinde keine Abstellgleise gebaut werden.
Doch schon damals war klar: Mit dem Ausbauschritt 2035 braucht das Zürcher S-Bahn-Netz neue Abstell- und Wartungsanlagen – und zwar im Oberland. Dies hatte SBB-Infrastruktur-Planer Daniel Bösch bereits an einer Podiumsdiskussion in Wetzikon im September 2021 deutlich gemacht.
Standorte noch offen
Mit der am Donnerstagmorgen vorgestellten Strategie bekräftigt der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) dieses Vorhaben nochmals. Eine neue «Serviceanlage und Abstellkapazitäten im Zürcher Oberland» sind neben dem Brüttnertunnel und dem Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen eines der Schlüsselobjekte im Strategiebericht.
Wo genau die Anlagen entstehen sollen, ist allerdings weiterhin unklar. «Geeignete Standorte sind sorgfältig zu evaluieren und im kantonalen Richtplan festzuhalten», heisst es im Bericht. Bösch hatte im Herbst 2021 einen Zeitrahmen von zwei Jahren für ein neues Projekt in Aussicht gestellt.
Weiter wurde angekündigt, dass die Ticketpreise künftig sukzessive steigen sollen. Dies, weil der ZVV auch in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Defizit rechnet.