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Anwohner unter Schock – und auch am Tag danach bleiben viele Fragen

Der Schreck bei Nachbarinnen und Nachbarn sitzt tief. Dabei hätte alles noch viel schlimmer kommen können.

Beim Brand in der Autogarage entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren hunderttausend Franken.

Foto: Eleanor Rutman

Anwohner unter Schock – und auch am Tag danach bleiben viele Fragen

Feuer in Wetzikon

24 Stunden nach dem Feuer in Kempten liegt weiterhin Benzingeruch in der Luft. Der Schreck sitzt bei Nachbarinnen und Nachbarn tief. Und die Suche nach Antworten dauert an.

Am Montag kurz vor 18 Uhr hängt eine grosse, schwarze Rauchwolke über Wetzikon. Die Ursache: ein Grossbrand in der Autowerkstatt GD an der Motorenstrasse – mutmasslich ausgelöst durch Schweissarbeiten, wie die Medienstelle der Kantonspolizei berichtet.

In der Nachbarschaft befinden sich mehrere Gewerbebetriebe und Wohnhäuser. So auch jenes von Jacqueline Schneider. Sie hat den Brand hautnah miterlebt.

Explosionen erschreckten Nachbarn

«Wir waren auf dem Heimweg, als wir die grosse Rauchwolke bemerkten», schildert die Nachbarin. Sie und ihr Mann durften ihr Haus vorerst nicht betreten.

«Als wir zu Hause ankamen, brannte das Feuer in der Werkstatt lichterloh», berichtet Schneider. Erschreckend seien die Explosionen gewesen, durch die mehrere Fensterscheiben zerborsten sind.

Sie habe auch um ihr eigenes Haus gebangt, sagt die Anwohnerin. «Zum Glück ging der Wind in Richtung Norden und nicht in unsere Richtung.»

Den Besitzer der Autogarage, Gazmend Dauti, kennt Nachbarin Schneider nur flüchtig. «Er hat sich meines Wissens erst vor Kurzem selbständig gemacht.» In letzter Zeit sei er öfter in der Werkstatt gewesen.

Seit ungefähr zwei Jahren sei Dauti an der Motorenstrasse in seiner Garage tätig, sagt Skender Dastani, der auf der gegenüberliegenden Strassenseite einen Autohandel betreibt.

Er sass in seinem kleinen Büro, als er das Feuer bemerkte. «Ich rannte hinaus und wollte helfen», doch die Feuerwehr sei schon benachrichtigt gewesen.

Die beiden Gewerbler kennen sich. «Am Abend waren wir alle noch da, Gazmends Frau und auch die Kinder», sagt Dastani. «Es war sehr traurig.» Der Besitzer der Werkstatt war für Anfragen nicht erreichbar.

Feuer griff auf Imbisswagen über

Ebenfalls in Brand geraten ist der thailändische Foodtruck von Yuphaporn Runge, der neben der Halle parkiert war. Mit dem Imbisswagen feierte sie erst drei Wochen vor dem Brand Eröffnung. «Das Geschäft fing gerade erst an zu laufen», sagt sie im Interview.

Vor Ort riecht es einen Tag danach noch immer nach Benzin. Das Forensische Institut Zürich klärt die Ursache des Feuers ab. Die Kantonspolizei Zürich kann noch keine weiteren Angaben zur Brandursache machen.

Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Franken. Allein der Thai-Foodtruck hatte laut der Betreiberin einen Wert von rund 50’000 Franken.

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