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Erste Fische aus der Töss gerettet

Kein Regen in Sicht – das macht den Wasserbewohnern zu schaffen.

Erste Fische mussten aus der Töss und aus kleineren Bächen im Tösstal gerettet werden. Hier ein Archivbild der Töss bei Fischenthal.

Foto: Heidy Dietiker

Erste Fische aus der Töss gerettet

Trockenheit hält an

Kein Regen in Sicht – das macht den Wasserbewohnern zu schaffen. Im Tösstal ging bereits die erste Fischrettungsaktion über die Bühne.

Die anhaltende Trockenheit führte dazu, dass bereits erste Fischrettungsaktionen nötig wurden. Wie Katharina Weber, Sprecherin der Baudirektion, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF 1 sagte, hätten im Tösstal bereits die ersten Fische gerettet werden müssen.

Konkret betrifft dies einen Abschnitt der Töss in Steg. «Die Abfischung fand Anfang Juni statt», sagt Weber auf Nachfrage. «An einer Stelle, die relativ schnell austrocknet, wenn einige Wochen kein Regen fällt.»

Bachforellen, Gründlinge, Elritzen und Edelkrebse

In der Regel sei bei solchen Einsätzen ein Fischereiaufseher vor Ort, der die Abfischung koordiniere. Zusätzlich helfen jeweils temporäre Mitarbeitende der Fischerei- und Jagdverwaltung und die Pächter und Pächterinnen des Fischereireviers mit.

Grundsätzlich werden dabei alle Fisch- und Krebsarten aus dem Gewässer entnommen und umgesiedelt. In der Töss sind dies in der Regel Bachforellen, Gründlinge, Elritzen und teilweise Edelkrebse.

Die trockene Töss.
Aufnahme der trockenen Töss in Bauma aus dem Jahr 2018.

Dass es gerade in der Töss als Erstes nötig war, die Tiere zu retten, ist kein Zufall. «Die Töss trocknet im hinteren Tösstal bereits nach kurzen Perioden ohne Regen aus», sagt Katharina Weber. Andere Regionen im Kanton seien nicht so rasch betroffen. «Da es im Frühling sehr stark geregnet hat, ist die Lage in einem grossen Teil der Flüsse und Bäche im Kanton Zürich noch nicht kritisch.»

Trotzdem kontrollieren die Fischereiaufsicht und auch die Pächterinnen und Pächter der Fischereireviere die Gewässer regelmässig vor Ort. «Wenn kein Wasser mehr fliesst und kein Regen in Sicht ist, wird ein Gewässer abgefischt.»

Temperaturen noch genügend tief

Auch die Wassertemperatur spiele eine Rolle, werde aber noch nicht als kritisch eingeschätzt. «Durch die kühlen Nächte erwärmt sich das Wasser derzeit nicht so stark, und es bleibt ein grösserer Spielraum, um Abfischungen zu planen», führt Weber weiter aus. Bei hohen Wassertemperaturen hat es hingegen weniger Sauerstoff im Wasser, und die Fische verenden schneller.

Da es im Sommer lokal immer wieder zu Gewittern komme, sei es von Sommer zu Sommer immer sehr unterschiedlich, welche Gewässer im Kanton trockenfielen. «Die Fischerei- und Jagdverwaltung kennt die potenziell betroffenen Gewässer und kontrolliert diese regelmässig», fasst Weber zusammen.

Sollte der Regen noch viel länger auf sich warten lassen, wäre allerdings erneut das Tösstal am schnellsten betroffen, was weitere Einsätze zum Abfischen erfordern würde.

Gefahrenstufe erhöht

Seit Donnerstag gilt zudem die Waldbrandgefahr im Kanton Zürich als «erheblich». Die Gefahrenstufe ist auf 3 erhöht worden.

Die Heraufstufung ist mit einer Mahnung zu einem sorgfältigen Umgang mit Feuer im Wald, in Waldesnähe und im Freien verbunden.

> > Hier finden Sie Infos zur Waldbrandgefahr in der Region

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