100 Liter Heizöl beinahe in den Pfäffikersee gelaufen
Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Kurz vor Weihnachten ist Heizöl auf die Oberhittnauerstrasse in Pfäffikon ausgelaufen. Ein Teil des Öls gelangte in den Furtbach, der in den Pfäffikersee mündet.
Die Bilder lassen Schlimmes befürchten: Mitte Dezember sind 100 Liter Heizöl auf die Oberhittnauerstrasse in Pfäffikon ausgelaufen und dort via Kanalisation in den Furtbach gelangt. Das schreibt die Feuerwehr Pfäffikon zu den Fotos, die sie vor wenigen Tagen in den Sozialen Medien geposted hat.
Am Telefon erklärt der Pfäffiker Feuerwehrkommandant Patrick Oesch: «Wir haben rasch geschaut, wohin sich das Öl ausbreiten könnte». Vor Ort habe man mit einem Saugwagen das Öl von der Strasse, aus der Kanalisation und aus Teilen des Baches pumpen können. An der Unfallstelle selber sei kein Öl in die Erde gelangt.
Ein Teil des Öls gelangt bis zum See
Dennoch ist ein Teil des Heizöls in den Furtbach geflossen. Dieser mündet zwischen der Pfäffiker Seebadi und Auslikon in den Pfäffikersee. Deswegen wurde auch der Seerettungsdienst aufgeboten.
«Wir konnten nicht einschätzen, wie viel und wie schnell der Bach das Öl runterträgt», sagt Oesch. Das Gewässer habe eine hohe Fliessgeschwindigkeit. Zwei Ölsperren seien direkt im Bach angebracht worden. Sie konnten es allerdings nicht ganz verhindern: «Ein bisschen Öl wäre beinahe in den Pfäffikersee gelangt», sagt der Feuerwehrkommandant.



Auch die Feuerwehr Uster rückte an und brachte eine grosse Ölsperre mit, welche als äusserster Schutzring im Pfäffikersee platziert wurde. «Diese ist vor allem vorsorglich angebracht worden», erklärt Sascha Zollinger von der Feuerwehr Uster. In dem äussersten Ring sei zum Glück kein Öl mehr angekommen.
Technisches oder menschliches Versagen?
Vor Ort prüfte zudem das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL), ob der See verschmutzt worden ist. Weitere Auskünfte konnte das AWEL allerdings bis Redaktionsschluss nicht erteilen.
Laut Feuerwehrkommandant Oesch sei es aber gelungen, das Heizöl auch im See vollständig einzudämmen. «Es ist kein Lebewesen zu Schaden gekommen.»
Wie genau es zu dieser Panne kommen konnte, wollte die Polizei auf Nachfrage nicht erklären. «Es handelt sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren», sagt Mediensprecher Alexander Renner.
Die Feuerwehr vermutet allerdings, dass es beim Befüllen des Tanks zu einem technischen oder einem menschlichen Versagen gekommen ist.
