Die Zahl der militärischen und zivilen Unfälle mit tödlichem Ausgang war in den 1970er und 1980er Jahre verglichen mit heute sehr hoch. Für das Zürcher Oberland war jener Herbst 1982 aber besonders tragisch. Am 12. September, gut einen Monat vor dem tödlichen Helikopterabsturz von fünf Oberländer Soldaten, hatte sich die grösste Tragödie in der Region überhaupt ereignet.
39 Busreisende aus dem deutschen Schönaich, davon 18 Ehepaare starben an jenem Sonntag beim Bahnübergang Matte bei Pfäffikon. Von den 41 Businsassen überlebten den Zusammenstoss mit einem Zug nur zwei Frauen. 43 Kinder aus Schönaich wurden zu Vollwaisen, 19 davon waren noch minderjährig.
Ein Bedienungsfehler
Ursache für die Katastrophe war ein fataler Bedienfehler der Barrierenwärterin: Sie hatte auf «Öffnen» statt «Schliessen» der manuell zu bedienenden Anlage gedrückt und die Barrierenposition optisch nicht kontrolliert. Der SBB-Regionalzug 8477 kam kurz vor 15 Uhr von Fehraltorf her mit zwei Minuten Verspätung und einer Geschwindigkeit von rund 80 Stundenkilometern.

