«Sehr viele»: Selbst der Verteidiger des Mannes, der kürzlich vor Bezirksgericht Uster stand, fasste die Menge der verbotenen Handlungen seines Mandanten nur noch in diesem allgemeinen Begriff zusammen. Denn der Beschuldigte hatte über etwa fünf Jahre hinweg nicht einfach ab und zu mal illegales Datenmaterial aus dem Internet heruntergeladen, sondern in sehr grossen Mengen.
Kinder, Tiere, Gewalt
Rechnet man die in der Anklageschrift aufgelisteten Dateien zusammen, kommt man auf 64'205 Bilder und 2088 Filme. Insgesamt also über 66'000 Dokumente. Vielleicht waren es sogar noch mehr, steht doch in der Anklage vor diesen Zahlen der Begriff «mindestens».
Es sind Dokumente, die allesamt Verbotenes zeigen. Beim grössten Teil handelt es sich um Fotos von Minderjährigen, die in Sexszenen verwickelt sind. Ferner um Bilder von sexuellen Handlungen zwischen Menschen und Tieren sowie Gewaltdarstellungen an Erwachsenen, wobei einige wenige Filme mit einer Tötung enden.
«Ich habe die Bilder nicht gesammelt, sondern einfach
nicht gelöscht.»
Erklärung des Angeklagten zur Menge der Dateien

