Das Bild ist keine Fälschung: Gegen den Widerstand der Hausbesitzer wurde am 2. März dieser Parkplatz eingezeichnet. Wenn nun auf dem Parkplatz ein Personenwagen steht, kann der Postbeamte weder Zeitungen noch Briefe in den Briefkasten werfen.
Er hat dazu schlicht zu kurze Arme. Und Hausbesitzer Hans Wiener kann nicht mehr wie gewohnt durch das Gartentor in sein Haus. Der Weg ist durch das vorschriftsmässig parkierte Auto versperrt. Ein Schildbürgerstreich. Jetzt hat die Gemeinde Egg darauf reagiert.
Nur noch 11 Parkplätze im ganzen Quartier
Im ruhigen Quartier «Im grünen Hof» an der Strasse Richtung Oetwil am See sind aber alle neuen Parkplätze den Bewohnern in den über 100 Häusern ein Dorn im Auge. Während der Gesamtsanierung zwischen 2019 und 2021, als unter anderem Wasserversorgungs-, Gaserschliessungs- und Stromleitungen ersetzt werden mussten, wurden im Quartier gegen 30 provisorische Parkfelder eingezeichnet.
Jetzt, nach der Sanierung, sind es nur noch 11. «Viel zu wenige», sagen viele Anwohner hinter vorgehaltener Hand. Robert Rupp, Bausekretär und stellvertretender Gemeindeschreiber von Egg, schreibt auf Anfrage: «Aufgrund der Strukturen und der zu berücksichtigenden Aspekte können nicht mehr als 11 Parkplätze markiert werden. Gemäss Planungs- und Baugesetz besteht die Pflicht, dass die Benützer eines Bauwerks oder einer Anlage ihre Fahrzeuge ausserhalb des öffentlichen Grundes abstellen.»

