Weniger Straftaten – ausser in Teilen des Oberlands
Um sechs Prozent sind die polizeilich erfassten Straftaten im Kanton Zürich im vergangenen Jahr zurückgegangen. Was am Montag an einer Medienkonferenz zur neuesten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) als erfreuliche Botschaft verkündet wurde, trifft allerdings nicht vollständig auch auf das Zürcher Oberland zu.
Uster weiterhin am kriminalitätsbelastetsten
So hat im Bezirk Uster die Kriminalität zwar um 13 Prozent abgenommen, im Bezirk Pfäffikon hingegen um fast 21 Prozent und im Bezirk Hinwil um ein Prozent zugenommen. Der Pfäffiker Ausreisser ist laut Kantonspolizei primär auf ein Mehr bei den Diebstählen und Einbrüchen sowie den Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz zurückzuführen. Zu letzteren sei es vor allem durch junge Menschen und oft am beliebten Treffpunkt Pfäffikersee gekommen.
Trotz positiver Gesamtentwicklung steht der Bezirk Uster mit 5967 Taten aber immer noch an der Spitze in der Region. Die Bezirke Hinwil (3996) und Pfäffikon (2862) folgen dann mit doch markant tieferen Zahlen.
Zahlen gehen laufend zurück
Zwei Arten von Delikten interessieren in der Regel besonders: die allerschwersten, also Gewaltverbrechen, und diejenigen, von denen am meisten Menschen betroffen sind, also Diebstähle und Einbrüche. Hier zeigt sich ein unterschiedliches Bild.
So ist die Zahl der Delikte gegen Leib und Leben mit Zunahmen zwischen rund einem und drei Prozent in der Region praktisch gleichgeblieben. Beim Massendelikt Diebstahl hingegen trumpft der Bezirk Uster mit einem deutlichen Rückgang auf, während in den anderen beiden Bezirken im vergangenen Jahr anhaltend viel geklaut wurde.
Allerdings: Ebenso wie kantonsweit ist es auch im ganzen Oberland in den vergangenen zehn Jahren zu klar weniger Gesetzesverstössen gekommen – und das trotz mehr Einwohnern. So wurden beispielsweise im Bezirk Uster im Jahr 2020 in der PKS mehr als 7400 Straftaten erfasst, 2021 waren es noch knapp 6000.
