Abo

Blaulicht

Verlassener Ehemann zu Haftstrafe verurteilt

Eine eventualvorsätzliche Tötung sowie Drohungen, Nötigungen und Verletzung von Verkehrsregeln – so die Liste der Vorwürfe an einen 41-jährigen Mazedonier, der am Montag vor dem Bezirksgericht Pfäffikon antraben musste. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Freiheitsentzug und 15 Jahre Landesverweis gefordert.

Eine Ehefrau verliess nach 14 Jahren Jahren ihren Mann. So weit, so schade – aber nicht aussergewöhnlich. Als der Ehemann jedoch feststellte, dass seine Ex einen neuen Partner hatte, «brannten bei ihm die Sicherungen durch», wie man am Stammtisch sagen würde.

Was als Folge davon geschah und was nicht, beschäftigte das Bezirksgericht Pfäffikon am 19. Januar einen ganzen Tag lang. Das Urteil wurde am Montag, 7. Februar, publik und mündlich begründet. Es überraschte nicht nur die Staatsanwältin, sondern auch die Anwältinnen der Klägerin und des Nebenklägers. Überrascht waren sie vor allem, weil das Gericht den Tatbestand der versuchten eventualvorsätzliche Tötung als nicht erfüllt beurteilte.

Mit dem Auto verfolgt

Was war laut Anklageschrift geschehen? Das Angeklagte hatte seine Ehefrau, mit der er damals in Trennung lebte und mit der er ein gemeinsames Kind hat, am 27. Oktober 2020 mit seinem Auto verfolgt und war auf der Autobahn A15 neben sie hergefahren.  Dann überholte er sie, wechselte die Spur, fuhr direkt vor das Auto und reduzierte seine Geschwindigkeit massiv, was zu einer Gefährdung seiner Frau und ihrem neuen Partner sowie der übrigen Verkehrsteilnehmer führte. Die Frau meldete den Vorfall unverzüglich der Polizei.

«Ich bringe dich um, du weisst nicht, mit wem du es zu tun hast, ich hacke dir den Kopf ab.»

Drohungen des Angeklagten 

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?