Er sei mit System und «zur Erzielung von relativ regelmässigen Einnahmen nach Art eines Berufes/Nebenberufes» vorgegangen. Das hält die Staatsanwaltschaft einem heute 49-Jährigen vor, der sich kürzlich vor dem Bezirksgericht Hinwil verantworten musste.
Simple Masche
Denn der Mann habe die Firma in Gossau, bei der er im Marketing und Verkauf tätig war, mehrfach betrogen. Die Masche war laut Anklage recht simpel: Er bestellte bei Lieferanten seiner Arbeitgeberin und in deren Namen Elektronikgeräte, «wobei er beabsichtigte, diese im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu verkaufen».
Um die Waren möglichst direkt abzuzweigen, holte er sie jeweils selbst bei den Lieferanten ab. Zurück in Gossau legte er einen Teil der Rechnungen anschliessend einfach in das dafür vorgesehene Fach in der Buchhaltungsabteilung. Und von dort aus wurden die Forderungen über Beträge zwischen 280 bis 2815 Franken automatisch beglichen – «in der Annahme, es seien ordnungsgemässe Bestellungen».

