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Blaulicht

Senior plante eine «Akademie zur männlichen Befriedigung»

Ein vermögender Ustermer soll eine Frau sexuell bedrängt und zur Prostitution aufgefordert haben. Der Senior, der zudem eine Schule für Sex-Dienstleistungen plante, wurde vor Gericht aber von den Vorwürfen freigesprochen.

Völlig gegenteilige Aussagen, ein sehr unklarer Hintergrund und ein 78-jähriger Beschuldigter: Die massgebenden Komponenten des Falls, mit dem sich ein Einzelrichter des Bezirksgerichtes Uster vor ein paar Tagen beschäftigen musste, waren einem Durchblick wenig förderlich.

Laut Anklage hatte sich der Senior im Sommer 2019 von der Mieterin einer seiner Wohnungen massieren lassen. Die Frau ging von einer Sportmassage aus, er offenbar von einer Sexmassage, soll er doch plötzlich die Hände der Frau gepackt und auf sein Glied gepresst haben. Nachdem sich die Mieterin befreien konnte, soll er ihr zwischen die Beine und an den Po gegriffen haben.

Anfänglich ging es nur um die Ehefrau

Kennengelernt hatte sich das ungleiche Paar einige Monate zuvor, weil der Mann Hilfe für seine gesundheitlich angeschlagene Frau suchte. Er fand diese Unterstützung per Zufall in der heute 53-jährigen Frau und späteren Mieterin, die er als psychosoziale Betreuerin anheuerte. Die Betreuerin agierte dann tageweise als so etwas wie eine Gesellschafterin des Paares und massierte die Ehefrau ein paar Mal.

Die neue Bekannte zog zudem in eine der Wohnungen des Mannes ein – eine Einzimmer-Wohnung in einer Liegenschaft mitten in der Stadt Uster, die, wie sie bald realisierte, als Bordell diente. Und von da an ging es immer mehr um Sex.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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