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Die gesparte Vignette wurde sehr teuer

Ein junger Mann hat eine Autobahnvignette gestohlen, weil er nicht dafür zahlen wollte. Zahlen muss er jetzt aber trotzdem – und zwar fast 3000 Franken.

Die Autobahnvignette auf legale Art erwerben zahlt sich definitiv aus, wie ein Oberländer Fall zeigt.

(Foto: Eidgenössische Zollverwaltung)

Die gesparte Vignette wurde sehr teuer

Er ist Rumäne, wohnt in Deutschland und war im August im Zürcher Oberland unterwegs – bis ihn die Polizei in Volketswil stoppte. Denn am Auto des Schweiz-Besuchers, der sich als «Tourist» bezeichnete, war so einiges nicht in Ordnung, wie ein Strafbefehl zeigt, den die regionale Staatsanwaltschaft kürzlich gegen den Mann erlassen hatte.

Ohne Führerausweis unterwegs

So handelte es sich bei der Autobahnvignette am Fahrzeug zwar um die aktuelle 21er-Version, die aber quasi aus zweiter Hand stammte. Denn wie sich herausstellte, hatte der Mann den viereckigen Kleber einfach von der Windschutzscheibe eines anderen Autos entfernt und sie dann an seinem Wagen angebracht. Dies, «um die Vignette ohne Zusatzkosten weiterzuverwenden», wie es im Strafbefehl heisst.

Zudem waren am Auto holländische Kontrollschilder angebracht, «obwohl diese erkennbar gefälscht waren». Und versichert war der Wagen auch nicht. Ferner konnte der 25-Jährige weder einen gültigen deutschen noch rumänischen Führerausweis präsentieren. All das hinderte ihn jedoch nicht, auch noch auf einer 50er-Strecke zwischen Uster und Illnau mit netto 65 km/h unterwegs zu sein.

Busse von über 1000 Franken

Die insgesamt fünf Gesetzesübertretungen brachte dem Rumänen eine Verurteilung unter anderem wegen Fälschung amtlicher Wertzeichen und vorsätzlicher Verletzung der Verkehrsregeln ein. Zwar wurde ihm von der Staatsanwaltschaft dann die ausgefällte Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 40 Franken (total 6000 Franken) bedingt erlassen, tief ins Ferienkässeli greifen muss der Mann aber trotzdem.

Denn zusätzlich gab es noch eine Busse von 1500 Franken, und es fielen Verfahrenskosten von 1300 Franken an. Insgesamt also 2800 Franken – unter anderem, weil der 25-Jährige die Ausgabe von 40 Franken für eine Vignette sparen wollte.

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