Sechs Gesetzesübertretungen wurden einem Mann angelastet, der sich kürzlich vor einer Einzelrichterin am Bezirksgericht Pfäffikon verantworten musste – und allen sechs ist gemein, das sie von mehr oder weniger Aggression geprägt sind. Schwerwiegendster Vorwurf: Der Oberländer soll im Sommer 2020 eine Mitarbeiterin des kantonalen Veterinäramtes durch «bedrohliches Gebärden» und «aufdringliches Verhalten» derart eingeschüchtert haben, dass die Frau ihren Auftrag nicht durchführen konnte.
Die Tierärztin wollte am abgelegenen Wohnort seiner Mutter in der Region eine Kontrolle und Befragung «bezüglich eines angeblichen Aggressionsverhaltens ihres Hundes» machen, wie es in der Anklageschrift heisst. Der Hund soll ein Jahr zuvor einen Velofahrer geschnappt haben.
Tierärztin verfolgt
Die Mutter war bei der unangekündigten Kontrolle nicht zuhause, aber der Sohn. Und der versetzte dann die Veterinärin nicht nur in Angst, sondern verfolgte und bedrängte sie bei ihrer Wegfahrt auch mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug. Er soll auf einer engen, abschüssigen Strasse so nah auf den Wagen der Beamtin aufgefahren sein, dass der Abstand weniger als einen Meter betrug.
Ferner habe der Mann in einem ganz anderen Zusammenhang Sachbeschädigungen begangen und seinem Nachbarn, mit dem er wegen diverser Dinge im Streit liegt, die Wegfahrt vom Grundstück verunmöglicht.

