«Sie wickelten ihn um den Finger», und wäre die ganze Sache nicht aufgeflogen, «hätten sie weitergemacht, bis nichts mehr zu holen ist». Die Personen, welche eine Staatsanwältin am Bezirksgericht Uster vor ein paar Tagen mit «sie» bezeichnete, sind ein heute 39-jähriger Kameruner und eine 32-jährige Schweizerin mit kamerunischen Wurzeln. Als Paar hätten sie mit einer «Einlull-Taktik», planmässigem Vorgehen, Druck, Lügen, Skrupellosigkeit und angeblicher Magie einen Landwirt aus der Region ausgenommen.
Bei Partnersuche in Fall getreten
In einer umfangreichen Anklage wird geschildert, wie das Duo innerhalb von nicht einmal vier Monaten im Jahr 2019 an insgesamt 395‘000 Franken des Bauern gekommen sein soll. Der Betrag entspricht einem grossen Teil des Vermögens des Mannes.
Die Kurzfassung der tragischen Geschichte: Der Bauer meldete sich auf ein Partnersuchinserat der Frau, diese kam kurz darauf auf dem Hof vorbei, und es gelang ihr in den folgenden Tagen schnell, ein sehr gutes Verhältnis aufzubauen. Das sei auch exakt das Ziel der Frau gewesen, heisst es in der Anklage: Das Inserat sei in der Absicht geschaltet worden, «möglichst viele Männer mittleren Alters aus der Landwirtschaft – von denen bekanntlich viele alleine und vermögend sind – kennenzulernen, deren Vertrauen zu erschleichen und sich finanzieren zu lassen».
Wash-wash-Trick angewendet

