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Blaulicht

Grosseinsatz bei ungewöhnlichem «Unfall» trainiert

Ein Bauzug stösst mit zwei Autos zusammen, es gibt fast ein Dutzend Verletzte. Das war die Ausgangslage für eine grosse Übung der Blaulichtorganisationen in Wetzikon.

Ein «Verletzter» aus einem der beiden Autos, die in den «Unfall» mit dem Bauzug verwickelt waren, wird abtransportiert., Die Feuerwehr öffnet eines der «Unfallautos», um einen Zugang zu den «verletzten» Passagieren zu schaffen., Eine Notärztin, ein Notarzt und eine Rettungssanitäterin widmen sich zwei «Patienten»., Ein «Verletzter» liegt erstversorgt zum Abtransport bereit., Und bald darauf läuft der Abtransport der «Patienten» ..., ... zu den bereitstehenden Rettungswagen.

(Fotos: Ernst Hilfiker)

Grosseinsatz bei ungewöhnlichem «Unfall» trainiert

«Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten, Bahnübergang Emmetschloo in Wetzikon» – das Aufgebot, das rund 70 vorinformierte Einsatzkräfte am Samstag um 8.45 Uhr erhielten, tönte eher vage. Erst vor Ort zeigte sich den Helfern dann das wirkliche Ausmass dieses Ereignisses: Ein Bauzug war beim Bahnübergang mit zwei Personenwagen zusammengestossen, es gab insgesamt zehn «Verletzte». Eine weitere Herausforderung bildete in zweifacher Hinsicht der Zugang zur Unfallstelle, war der Ort doch nur über drei schmale Strässchen erreichbar, und dann mussten die Helfer auch noch einige Zeit warten, bis die Bahnanlage «stromlos» gemacht wurde, bis sie richtig loslegen konnten. Zudem entdeckte man, dass aus einem grossen Tank «Diesel ausläuft».

Schnell einen Überblick verschafft

Trotz dieser Herausforderungen trafen die Retter in kurzer Zeit ein, verschafften sich rasch einen Überblick über die Situation, legten wichtige Dinge wie eine Rettungsachse und den Standort des grössten Feuerwehr-Fahrzeuges fest und nahmen unter anderem eine erste Einteilung der «Verletzten» nach Behandlungsdringlichkeit vor. Eine halbe Stunde später war der erste «Patient» in einer Ambulanz verladen. Parallel dazu liefen die Bergung und Erstversorgung der zum Teil in den Autos eingeklemmten weiteren «Verletzten». All dies wurde koordiniert durch mehrere, jeweils für einen bestimmten Aufgabenbereich zuständige Führungskräfte, die sich regelmässig zu einem Abspracherapport trafen.

Über halbes Dutzend beteiligte Organisationen

Nebst dem örtlich zuständigen Rettungsdienst Regio 144 AG, der mit drei Rettungswagen-Teams sowie einer Notärztin und einem Notarzt anrückte, waren auch der Rettungsdienst Uster und der Rettungsdienst Männedorf sowie Führungspersonal von Schutz & Rettung Zürich aufgeboten worden, die Stützpunkt-Feuerwehr Hinwil, ein Lösch- und Rettungszug der SBB, die Kantonspolizei Zürich und die Stadtpolizei Wetzikon. Sie alle leisteten einen sauberen Job, wie Fachbeobachter an einer ersten Übungsbesprechung bilanzierten. Gelobt wurde nicht zuletzt «die gute Zusammenarbeit unter den Blaulichtorganisationen».

Realitätsnähe in Übung ist wichtig

Um das anforderungsreiche Zusammenspiel so vieler Organisationen im Rahmen eines aussergewöhnlichen, immer mit einer Chaosphase verbundenen Szenarios trainieren zu können, sind derartige Grossereignis-Übungen laut den Verantwortlichen unabdingbar. Nur so könne man realitätsnah üben und dabei auch immer wieder Schwachstellen entdecken, diese danach optimieren und den Rettern Handlungskonzepte und Checklisten zur Verfügung stellen, die dann im Ernstfall auch möglichst gut funktionieren.

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