Autotuner betonen immer wieder, dass all die technischen Änderungen, die sie bei den vierrädrigen Lieblingen ihrer Kunden vornehmen, legal seien. Polizeikontrollen beweisen dann regelmässig das Gegenteil, und ein Fall, der kürzlich vor dem Bezirksgericht Hinwil verhandelt wurde zeigt, dass mindestens eine der Grössen der regionalen Tuningszene das Fremdwort «Legalität» offenbar wirklich nicht verstanden hat.
75-Jährigen niedergeschlagen
Angeklagt waren nämlich elf Taten, die der heute 32-jährige Kosovare zwischen 2014 und 2020 verübt haben soll. Schwerwiegendster Vorwurf: Der Mann habe spätnachts in einer Wetziker Bar im Lauf eines Streits dem Chauffeur eines Behindertentaxis, der gerade einen Fahrgast abholen wollte, von hinten zweimal einen Faustschlag gegen den Kopf versetzt. Der 75-jährige Chauffeur erlitt dabei erhebliche Verletzungen, unter anderem einen doppelten Kieferbruch.
Ein weiterer Fall, der nach Ansicht des Staatsanwalts hätte lebensgefährlich enden können, ereignete sich auf der Autobahn in Uster. Dort lieferten sich der Mann um die Mittagszeit in seinem Mercedes der Oberklasse ein Rennen gegen einen Corvette-Fahrer. Dabei beschleunigte der Kosovare auf ein Spitzentempo von über 190 km/h.
Getrickst bei finanziellen Angelegenheiten

