Die Szene im Zentrum von Uster war bedrohlich: An einem frühen Abend Anfang Januar tauchte dort ein Mann auf, der in der einen Hand eine Pistole hielt. Mit der anderen Hand umgriff er ein offenes Messer. So ausgerüstet «bewegte er sich auf dem Areal des Bahnhofs», wie es in einer später zum Fall erstellten Anklageschrift geschildert wird.
Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei, der Mann von der Polizei festgenommen. Seither sitzt er in Haft.
Keinen Job und kein Geld
Was hätte das werden sollen? Das fragten sich damals nicht nur die Passanten am Bahnhof, sondern vor ein paar Tagen auch ein Einzelrichter am Bezirksgericht Uster. Denn dort musste der 29-jährige Waffenträger antraben und sich erklären.
Er sei arbeitslos gewesen und habe finanzielle Probleme gehabt, erzählte der Mann. Das und sein ohnehin nicht einfaches Leben mit Straftaten in der Jugendzeit und Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken habe bei ihm zu «Stress» und einer eigentlichen «Zermürbung» geführt. Dazu kamen ein intensiver Marihuana- und Alkoholkonsum.

