Weshalb die gepflegte, eher zierliche Frau, die vor ein paar Tagen vor dem Bezirksgericht Pfäffikon stand, zur Mehrfach-Straftäterin wurde, das kann sie sich nicht mehr erklären. «Aus Dummheit», antwortete sie lediglich auf die entsprechende Frage der vorsitzenden Richterin.
Was die heute 31-Jährige in den vergangenen rund zwei Jahren anstellte, war allerdings einiges mehr als eine Dummheit. So war die Frau an einem Abend Ende September 2018 mit zwei Begleitern im Auto nach Pfäffikon gefahren. Dort griff das Trio bei den Fahrradunterständen einen 22-Jährigen tätlich an.
Der Mann musste sein Portemonnaie und Handy herausrücken, worauf er nochmals malträtiert wurde. Trotz der über einem Dutzend Schläge – auch ins Gesicht –, die das Opfer einstecken musste, kam es ohne gravierendere Verletzungen davon, wie in der Anklageschrift geschildert wird.
Dann machten sich die Angreifer aus dem Staub. Die Frau nahm das geraubte Telefon an sich «und verwendete es in der Folge für eigene Zwecke», heisst es in der Anklage.
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