Ein extrem riskantes Überholmanöver mit 175 km/h, eine Raserfahrt mit 170 km/h: Die Mönchaltorferstrasse wirkt auf Automobilisten offenbar wie eine Einladung, um offensiv zu Fahren. Denn die abgesehen von drei langgezogenen Kurven fast gerade Verbindung zwischen Gossau und Mönchaltorf, die übers flache, unbebaute Land führt, scheint für viele Verkehrsteilnehmer den Eindruck einer absolut ungefährlichen Strecke zu machen.
Entsprechend wird hier Gas gegeben, wie Kontrollen der Polizei jeweils zeigen. In einer solchen Kontrolle blieb auch derjenige Lenker hängen, der für sich den Temporekord auf dieser Strecke in Anspruch nehmen dürfte.
Fast 100 km/h zu schnell
Der 18-Jährige war Mitte Nachmittag an einem Tag Anfang November 2020 mit zwei Mitfahrern im Auto auf der Mönchaltorferstrasse Richtung Mönchaltorf unterwegs. Im Ausserortsbereich «beschleunigte er stark», wie die Kantonspolizei später in einer Medienmitteilung schrieb.
Wobei «stark» eher untertrieben war: Mit einem Tempo von 180 km/h passierte der BMW des Teenagers die Kontrollstelle der Polizei. Das entspricht – nach Abzug der Toleranzmarge – einer Geschwindigkeit von netto 175 km/h. Oder anders gesagt: er war fast 100 km/h schneller gefahren, als die erlaubten 80 km/h.

