Der Spätsommer 2020 bleibt einer Frau in ganz schlechter Erinnerung. Über rund vier Wochen hinweg hatte sie damals nämlich mehrere Dutzend E-Mails erhalten, in denen sie beschimpft und bedroht wurde.
Absender der Schreiben: ein Pfäffiker, mit dem sie einmal eine Partnerschaft pflegte, die dann aber auseinanderging. «Aus Wut über die Trennung», wie es in einem kürzlich von der regionalen Staatsanwaltschaft erlassenen Strafbefehl zu dem Fall heisst, hatte der Mann in seiner Wohnung in die Tasten gegriffen und ein Mail-Feuerwerk gestartet.
«Ich mache euch alle zur Sau»
Der Droher im E-Mail
Nicht nur die Menge der Schreiben – am Rekordtag waren es 24 –, sondern vor allem der Inhalt belasteten die Frau. So wurde sie einerseits als «gottverdamt verlogen» und als «Hure» bezeichnet, andererseits aber auch bedroht. «Verdammte Scheiss-Kuh, elende, verrecke» hiess es etwa, oder «wenn ich will, mache ich euch alle zur Sau».
Angst vor Angriff gehabt

