Was eine Patrouille der Stadtpolizei Dübendorf an einem Oktobertag 2018 auf der Überlandstrasse per Zufall auf Video festhalten konnte, war deutlich mehr als nur eine Tempoüberschreitung. Die Polizisten beobachteten, wie ein damals 18-Jähriger mit einem VW Golf und ein 22-Jähriger mit einem VW Golf GTI Richtung Zürich bretterten.
Ein später aufgrund des Videos erstelltes Gutachten kam zum Schluss, dass das Duo mit «mindestens 129 km/h» fuhr. Die auf diesem Strassenabschnitt erlaubte Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h wurde somit um mehr als 100 Prozent überschritten.
«Hohes Risiko für sehr schweren Unfall»
Zudem hielt der 18-Jährige viel zu wenig Abstand zum voranfahrenden Auto: lediglich etwas mehr als zehn Meter statt der bei diesem Tempo erforderlichen mindestens 64 Meter.
Für den Staatsanwalt, der sich später mit dem Fall befasste, war klar: Die beiden «lieferten sich ein Rennen». Und sie verletzten dabei «die elementaren Geschwindigkeitsvorschriften krass». So hätten die zwei jungen Automobilisten auf der doppelspurigen Strasse mit mehreren Fussgängerstreifen und Einmündungen, wo man demzufolge immer mit anderen Verkehrsteilnehmern jeder Art rechnen musste, «ein hohes Risiko» für einen sehr schweren Unfall geschaffen.

