Immer wieder hatte es in den vergangenen Monaten Streit gegeben zwischen dem Ehepaar im Bezirk Hinwil; meist verbal, einige Male auch mit Tätlichkeiten. Doch in jener Nacht im Frühling 2019 kam erstmals eine Waffe ins Spiel.
Klinge blieb im Körper stecken
Die schwer betrunkene Frau hatte sich in der Küche ein Rüstmesser mit einer acht Zentimeter langen Klinge geholt und stach dann dem Mann einmal in den Rücken, wobei jedoch nur eine ganz kleine Wunde entstand. Der Mann drehte sich um und erhielt daraufhin einen zweiten Stich von vorne in den Oberkörper. Der Angegriffene machte anschliessend eine Abwehrbewegung, worauf das Messer in der Mitte brach und die Klinge im Körper stecken blieb.
«Zufall», dass Angriff nicht tödlich endete
Der Mann überstand den Streit trotz beträchtlicher Verletzung ohne lebensbedrohliche Schäden. Doch der Staatsanwalt, der sich später mit dem Fall befasste, ist überzeugt, dass es «einzig dem Zufall zu verdanken war, dass die Stiche nicht unmittelbar zum Tode führten». Deshalb klagte er die Frau der versuchten vorsätzlichen Tötung an, und alle Beteiligten trafen sich vor ein paar Tagen vor dem Bezirksgericht Hinwil.

