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Blaulicht

Schnee-Ticker: So verlief der verrückte Freitag im Oberland

Wegen starkem Schneefall kommt es auch am Freitagmorgen in der Region zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Verkehr. Diverse VZO-Buslinien sind unterbrochen.

Als der Morgen erwacht, sieht es schlimmer aus als am Abend zuvor. Je nach Ort in der Region hat sich der Himmel in Form von weiteren zehn, zwanzig, dreissig oder gar noch mehr Zentimetern Schnee auf die Erdoberfläche entleert. Dieser Umstand bringt den Verkehr, auch den öffentlichen, zu guten Teile nicht nur zum Erliegen, sondern hält ihn davon ab, überhaupt Fahrt aufzunehmen. Dabei ist der Schnee auf der Strasse nur eines der Probleme.

Viele Feuerwehren melden auch gebrochene Äste oder gar gefallene Bäume, die auf den Strassen liegen – und das schon seit dem Vorabend. «Kaum waren wir auf dem Heimweg, kam die nächste Meldung und wir konnten wieder umdrehen», sagt René Ehrenmann, Kommandant der Feuerwehr Wetzikon-Seegräben. Zwar habe man hin und wieder eine neue Gruppe alarmieren können, damit sich die Leute etwas abwechseln konnten. «Einige haben aber kein Auge zugetan.»

Der Feuerwehr Uster geht’s nicht anders. Dauereinsatz seit Donnerstagnachmittag – so berichtet Kommandant Sascha Zollinger. Auch in seiner Truppe hätten viele keine Minute geschlafen in der Nacht. Gegen 30 Einsätze habe es innert 20 Stunden etwa gegeben, vermutet er um den Mittag. Das Hauptproblem seien umgefallene Bäume. Die sorgten nicht zuletzt für mehrere gesperrte Strassen. «Einige konnten wir nicht wegräumen, weil es zu gefährlich gewesen wäre.»

Im Wald bleibts gefährlich

Grundsätzlich wird der Wald durch den Schnee zur Gefahr – deshalb raten die Feuerwehren ab, sich draussen aufzuhalten. Denn überall sei mit umstürzenden Bäumen zu rechnen. «Das kann tödliche Folgen haben», so Ehrenmann. Der Kyburger Förster Anselm Schmutz sagt: «Der Wald ist derzeit eine grosse Gefahr, selbst für Profis wie uns. Von unseren Einsatzkräften ist derzeit niemand im Wald unterwegs.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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