Ein Mann, der an einem Herbstabend 2019 Schreie aus einer benachbarten Wohnung in Illnau-Effretikon hörte, alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, stiessen sie auf einen tobenden, stämmigen Mann, der auf einer älteren, verletzten Frau lag und diese noch immer malträtierte.
Die Reaktion des aufmerksamen Nachbarn und das sofortige Ausrücken der Polizei sorgten für eine doppelte Rettung: Einerseits bewahrte der Einsatz die Frau vor dem Tod, wie die mit dem Ereignis betraute Staatsanwältin überzeugt ist. Andererseits habe die Intervention ihn selbst gerettet, wie der Angreifer heute sagt.
In Wohnung eingeschlossen
Denn an jenem Abend hätte die Frau sterben sollen, wie es in der später verfassten Anklageschrift zum Fall geschildert wird. Der Mann nämlich hatte die Frau, bei der es sich um seine Schwiegermutter handelte, in der Wohnung eingeschlossen. Er beschwor sie, ja keine Türen oder Fenster aufzumachen, da ein Serbe seine ebenfalls anwesenden Kinder umbringen wolle und sie nun auch ihn beschützen müsse. Als Bewaffnung gab ihr der Mann zwei kleine Messer und steckte selber ein drittes Messer in die Hosentasche.
Opfer gebissen

