Ein Pflegeheim als Basis für eine Serienbetrügerin: Das ist eine sehr ungewöhnliche Sache. Doch exakt eine solche Geschichte spielte sich in einem Heim im Bezirk Hinwil ab, wie ein kürzlicher erlassener Strafbefehl der regionalen Staatsanwaltschaft zeigt.
Mit gestohlenen Kreditkarten-Angaben gearbeitet
Begonnen hatte die Geschichte im Frühling 2019 in einer Klinik in der Zentralschweiz. Dort hatte eine Patientin aus der Tasche einer Zimmergenossin deren Mastercard und Postfinance-Karte genommen und sich die Kartennummer, das Ablaufdatum und den Sicherheitscode notiert. Das tat die Patientin «in der Absicht, hernach unter Verwendung dieser Angaben die Karten für ihren eigenen Nutzen zu verwenden, namentlich, um damit im Internet Ware zu bestellen», wie es im Strafbefehl heisst.
Von Handyhüllen bis zum Bilderrahmen
Die Absicht setzte sie dann auch in die Tat um. Sowohl von der Klink wie später vom Pflegeheim im Zürcher Oberland aus bestellte die Frau über ihr Smartphone Waren.

