Leere Strassen, die Auto- und Töfffahrer zu Geschwindigkeitsexzessen verlockten: Eine der ungeahnten Folgen des Corona-Lockdowns im Frühling dieses Jahres. Oder wie es die Kantonspolizei Zürich aufgrund der Ergebnisse mehrerer Tempokontrollen damals formulierte: «Wir haben eine starke Zunahme von Raser- und Schnellfahrten festgestellt».
Fast 170 statt 80 km/h
Eine der extremsten solchen Fahrten passierte an einem Nachmittag Anfang April in Gossau: Mit mindestens 167 km/h war ein Jaguar auf der Mönchaltorferstrasse unterwegs, als er vom Lasermessgerät der Polizei erfasst wurde. Erlaubt sind auf dieser Strecke 80 km/h.
Der Staatsanwalt, der den Fall danach untersuchte, fand deutliche Worte: Der Lenker des Jaguars habe eine «unsinnige, waghalsige und riskante Fahrweise» an den Tag gelegt. Wer die Höchstgeschwindigkeit um mindestens 87 km/h überschreite, schaffe eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
«Wenn ich das wüsste!»
Angeklagter zum Grund seiner Raserfahrt

