Die Masche ist simpel und – obwohl bestens bekannt – funktioniert immer wieder: Jemand schreibt im Internet etwas zum Verkauf aus, verlangt dafür Vorauskasse und liefert dann einfach nichts. Genau so machte es auch ein Zürcher Oberländer. Der heute 40-jährige offerierte zwischen 2016 und 2017 im Web und dort meistens auf den Plattformen Anibis und Tutti Tagespässe für Openair-Festivals, Karten für Konzerte beispielsweise von Justin Bieber oder Guns n‘ Roses sowie SBB-Gutscheine.
Über 100‘000 Franken eingenommen
Mehr als 170 Menschen aus verschiedenen Kantonen tätigten eine Bestellung und überwiesen Beträge zwischen 100 und 3200 Franken. Insgesamt kamen so rund 105‘000 Franken zusammen, wie die Polizei später errechnete.
Doch der Anbieter war gar nicht im Besitz dieser Eintrittsbillette. Und vor allem: Er hatte auch «nie die Absicht, den Käufern die Tickets oder Gutscheine zuzuschicken», wie es in der Anklage zu dem Fall heisst.
Geld im Casino verspielt

