« Es brennt in der Asylbewerberunterkunft an der Chilegass in Weisslingen und mehrere Personen haben sich durch Sprünge aus den Fenstern in Sicherheit gebracht! » , lautete die dramatische Meldung, die am frühen Abend des 14. März 2019 in der Notrufzentrale einging. Die sehr schnell eintreffende Feuerwehr konnte den im Erdgeschoss ausgebrochenen Vollbrand dann innert Kürze löschen. Dennoch entstand ein Schaden von 100‘000 Franken und einer der Bewohner war leicht verletzt worden.
«Wenn man lügt, bekommt man alles.»
Der Angeklagte
Für den Staatsanwalt war rasch klar, wie es zum Brand gekommen war: Ein Iraker, der in der Unterkunft wohnte, hatte in seinem Zimmer das Bett angezündet. Eine Tat, die der Mann am Folgetag einem Polizisten gestanden hatte, später von diesem Geständnis aber nichts mehr wissen wollte.
Ein halbes Dutzend verschiedene Namen
Dieses Verhalten sei typisch, meinte der Staatsanwalt am kürzlich vor dem Bezirksgericht Pfäffikon durchgeführten Prozess gegen den Iraker. «Der Beschuldigte sagt offensichtlich ungeniert die Unwahrheit», nicht zuletzt auch in Bezug auf seine Identität, zu der er während des Strafverfahrens fast ein halbes Dutzend Versionen präsentierte – und vor Gericht dann noch eine weitere. Zudem brüstete sich der 29-Jährige in einer Einvernahme einmal mit seiner Erkenntnis, wie man in der Schweiz auf Fragen am Erfolgreichsten antwortet: «Wenn man lügt, bekommt man alles».

