«Frauenfürze» am Schulsilvester in Briefkästen: ein Klassiker seit Jahrzehnten. Dass solcherlei Unfug aber nicht nur für Primarschüler, sondern auch für grössere «Kinder» mit grösseren «Fürzen» offenbar seinen Reiz hat, zeigt ein Fall, der kürzlich von der regionalen Staatsanwaltschaft abgeschlossen wurde.
Lunte an und Türe zu
Die Geschichte hatte sich am frühen Abend des 30. Dezembers 2018 in Rüti ereignet. Ein damals 21-jähriger Zürcher Oberländer hatte in einen Briefkasten eines Mehrfamilienhauses einen sogenannten Blitzknallkörper gelegt. Er zündete das Teil, das etwa die Grösse einer kleinen Spraydose hatte, schloss die Briefkastentüre und verzog sich dann ins Treppenhaus der Liegenschaft. «Dort wartete er die Explosion ab», wie es lakonisch in einem Strafbefehl zu dem Fall heisst.
«Diverse Briefkästen wurden von der Hauswand gerissen.»
Der Strafbefehl zu den Folgen der Explosion
Und die Explosion erfolgte – allerdings nicht nur mit ein bisschen Blitzen und Knallen, wie es der Name des Böllers annehmen liess. Die Detonation hatte viel mehr die Wirkung einer veritablen Sprengung.

