Schwere Verkehrsunfälle sind oft mit hohem Tempo verbunden. Dass aber auch Kollisionen bei tiefster Geschwindigkeit, ja beinahe schon im Schritttempo, fatal enden können, zeigt ein Ereignis, zu dem es an einem späten Morgen Ende September 2019 in Volketswil gekommen war.
Ein damals 54-jähriger Berufschauffeur, an jenem Tag begleitet von einem «Schnupperchauffeur», brachte eine Lieferung Waren zu einem Alterszentrum. Um die Waren abladen zu können, musste er auf einer Zufahrtsstrasse 100 Meter rückwärts Richtung Haupteingang fahren. Er tat dies mit einem Tempo von etwa 8 km/h.
Frau war mit Rollator unterwegs
Schon fast am Ende der Strecke, erfasste der Lastwagen dann mit dem sogenannten Unterfahrschutz am Heck des Fahrzeuges eine auf derselben Strasse in dieselbe Richtung laufende Frau mit ihrem Rollator. Der Chauffeur bremste «umgehend ab, so dass es beim Aufprall und Sturz der Frau blieb und nicht zu einem Überrollen kam», wie ein kürzlich erlassener Strafbefehl zu dem Fall festhält.
Obwohl die Frau also «nur» stürzte, erlitt sie schwere Kopfverletzungen. Diesen erlag die 93-Jährige eine Woche später im Spital.

