Ein Fall, wie er täglich X Mal passiert, brachte die Polizei im Frühling vergangenen Jahres auf die Spur eines jungen Ustermers. Der Mann war in einer Migros-Filiale an seinem Wohnort am Einkaufen. Als er gefunden hatte, was er benötigte, ging er an die «Subito-Kasse». Dort scannte er Waren im Betrag von 88 Franken ein und bezahlte diese, «während er Lebensmittel im Betrag von 60 Franken bewusst nicht scannte», wie es in einem kürzlich zu dem Fall erlassenen Strafbefehl heisst.
Disput mit der Ladendetektivin
Nach dem Verlassen des Geschäfts wurde der Mann jedoch von einer Ladendetektivin gestoppt. Da er weglaufen wollte, griff die Detektivin einen Bändel seiner Einkaufstasche. Der Mann zog die Tasche darauf heftig gegen sich, wodurch er sich «befreien» und flüchten konnte. Die Detektivin allerdings hatte sich bei der Auseinandersetzung eine Zerrung am Finger und eine Verkrampfung der Rückenmuskulatur zugezogen.
Verbotener Waffenbesitz
Noch gleichentags wurde der Ladendieb eruiert und verhaftet. Bei der Hausdurchsuchung kamen dann ein Schmetterlingsmesser und ein Teleskopschlagstock zum Vorschein – Waffen, die er nicht hätte besitzen dürfen. Laut Angaben im Strafbefehl gab der Mann an, beide Gegenstände gefunden zu haben: das Messer in der Region Lenzerheide, den Schlagstock beim Aabach in Uster.

