«Hetisch vielicht lust mit mir und minere frau zäme … mit eus zu kuschle … alles was dezue ghört … wo ich dich entjungfere duen.» So holprig deutsch geschrieben wie die Chats, die an einem Februarmorgen 2019 von einer Wohnung im Bezirk Hinwil aus verschickt wurden, so klar war die Absicht: Da wollte ein Mann ein Mädchen zum Sex mit seiner Frau gewinnen und dabei dem Teenager gleich noch seine Jungfräulichkeit nehmen.
Doch hinter dem Mädchen, das sich da auf der Internet-Chatplattform bewegte und während des Nachrichtenaustausches mehrfach betonte, es sei erst 14-jährig, verbarg sich ein Zürcher Kantonspolizist. So resultierte aus der Unterhaltung dann nicht ein Sex-Treffen im Oberland, sondern ein Strafverfahren.
«Hirn nicht eingeschaltet»
Angeklagt war ein heute 35-Jähriger. «Ich bin unglücklich über das, was ich gemacht habe», sagte der Mann, der vor ein paar Tagen vor einer Einzelrichterin am Bezirksgericht Hinwil erschien. Er habe damals einen freien Tag gehabt, die Familie war ausser Haus, und da loggte er sich auf der Chatplattform ein. So, wie er es seit über einem Jahr etwa dreimal pro Monat machte.
«Meine Frau hätte gar nicht mitgemacht.»
Der Angeklagte zum geplanten Dreier

