Auf der Anklagebank sass er wegen eines Raserdelikts. Doch der Angeklagte, der da am Donnerstag vor dem Bezirksgericht Hinwil erschien, passte so gar nicht ins Klischee eines Rasers.
Der 23-jährige Zürcher Oberländer war nicht ein protzender Autofreak, sondern ein beruflich aussergewöhnlich engagierter Mann, der dem Gericht nett, sachlich und ausführlich auf alle Fragen Auskunft gab.
61 km/h über dem Tempolimit
Ja, er sei an einem Juliabend im Sommer 2018 mit einem Range Rover auf der A53 bei Bubikon unterwegs gewesen. Und «ja, ich bin zu schnell gefahren»; wieviel zu schnell, das habe er damals aber nicht gewusst. Die Polizei jedoch schon: denn sie hatte den Wagen mit einer mobilen Radaranlage erfasst, als er zwischen dem Hinwiler Betzholzkreisel und Rapperswil mit netto 141 km/h vorbeiblochte – auf einem Abschnitt dieser Autostrasse, wo Tempo 80 gilt.
«Es waren keine anderen Verkehrsteilnehmer in Sicht.»
Der Angeklagte

