Das Wichtigste in Kürze
- Er habe seine Töchter in verbotener sexueller Art berührt, wird ein Zürcher Oberländer beschuldigt
- Der Mann bestreitet dies vehement, sein Anwalt vermutet die Mutter als treibende Kraft hinter den Vorwürfen
- Das Gericht kam zu einem weitgehenden Freispruch: zu gross waren die Zweifel an den belastenden Aussagen
Regelmässig soll sich ein Vater zwischen etwa 2014 und 2017 in der Wohnung der Familie im Zürcher Oberland an seinen beiden damals zwischen neun und zwölf Jahre alten Töchtern vergriffen haben. Laut Anklage fasste der Mann dem einen Mädchen über die Kleider an die Brüste und drückte zu, beim anderen Mädchen legte er seine Hand über ihrem Pyjama auf die Brust. Zudem soll er die Mädchen sowie ihren Bruder «hauptsächlich wegen Bagatellen» mit der Hand oder einer Fliegenklatsch oberhalb und unterhalb der Kleider geschlagen und ihnen mit der Faust jeweils einen Schlag gegen den Oberarm versetzt haben.
Belastet von den eigenen Kindern
Die Vorwürfe gegen den Vater basieren primär auf Aussagen der Kinder. Und diese Aussagen seien «glaubhaft und nachvollziehbar; sie decken sich zum Teil bis ins Detail», wie die Staatsanwältin am vor wenigen Tagen vor Bezirksgericht Hinwil durchgeführten Prozess gegen den Mann sagte. Deshalb war für die Anklägerin klar: «Das Erzählte spiegelt Erlebtes». Der Vater habe zuhause ein zum Teil «sehr straffes Regime» geführt, und es habe «ein ständiges Klima der Angst vor Übergriffen» geherrscht.

